fotografie: orlando...
...ist ein Produktionsbuch. Auf 150 Seiten hat die Stuttgarter Fotografin Regina Brocke eines der inspiriertesten Ballette von Marco Goecke festgehalten, mit Friedemann Vogel, der die Liebe als Mann wie als Frau erlebt. Auf schwarz grundiertes, 30 mal 30 Zentimeter großes und griffiges Papier gedruckt, lässt es die unzähligen Proben- und Premierenfotos plastisch und elegant erscheinen. Nach eigenem Design wird jede einzelne Ausgabe auf Abruf hergestellt.
Ursprünglich hat es Regina Brocke von Hand «gebastelt» – anfangs nur als «Arbeitsnachweis» für Choreografen, später als coffee table book für alle, denen der Tanz nicht zu teuer ist. 120 Euro kostet jedes Stück. Davon existiert inzwischen eine Reihe: «The Return of Ulysses», «Don Q.», «Orphée et Euridice», «Falstaff», «Poppea//Poppea» und zweimal «Leonce und Lena» als Aufführung in Essen und in Stuttgart – Ballett- und Opernaufführungen von Christian Spuck sind auf diese Art dokumentiert wie nun auch «Orlando» von Marco Goecke: reine Fotografie ohne erklärendes Wort. Umso beredter sind die Bilder: hautnah, nicht eine Spur zu aufdringlich, so tiefgründig wie möglich, aber stets authentisch.
www.regina-brocke.de
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Tanz Februar 2011
Rubrik: medien, Seite 55
von Hartmut Regitz
Das Ballett am Puls der Zeit – wie kein anderer klassischer Choreograf in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts traf ihn Jerome Robbins in seiner frühen Phase, gleich mit seinem ersten Erfolg, dem Matrosenballett «Fancy Free» aus dem Jahr 1944, und ganz besonders 1957 mit den Tanznummern in Leonard Bernsteins Musical «West Side Story». Hier verband Robbins die...
18 Kerzenlampen hängen an 18 Bambusstangen. Eine brennende Giraffe wird an die Rückwand projiziert. 18 Tänzerinnen tanzen auf Sandboden zu Steve Reichs «Music for 18 Musicians». 18 mal 18 mal 18: Es regiert die Mathematik. Zwar keine Zahl Pi weit und breit. Trotzdem: Das Stück vergeht einfach schneller, vielleicht, weil weniger passiert. Die Uhr oben rechts zeigt...
Zahlreiche, meist sehr freundliche Nachrufe sind zum Jahreswechsel auf den «Tanzplan Deutschland» erschienen. Bei vielen lösen sie ein gewisses Bedauern aus: «O Gott, wo geht er denn nun hin, der zeitgenössische Tanz?» Gegenstimmen gibt es auch. Sie freuen sich, jetzt sei es mal gut mit einem Tanzprogramm, bei dem sich komplizierte Bürokratien kommunaler und...
