Elvire Braunschweig
Elvire Braunschweig-Kremis rief gemeinsam mit ihrem Mann Philippe Braunschweig den Prix de Lausanne ins Leben. Am 5. August ist sie in ihrem Schweizer Domizil in Vevey gestorben. Sie wurde 85 Jahre alt. Das Ehepaar Braunschweig beinflusste stark den Tanz in der Schweiz – Philippe als Leitfigur und Elvire als die, die mit reichhaltiger künstlerischer Erfahrung den Boden dazu bereitete. Im Studio von Julie Sedova in Nizza begegneten sich der junge Physikstudent und die Weißrussin im Juni 1950 zum ersten Mal. Elvire war Étoile der Ballettensembles in Nizza, Lyon und Straßburg.
Ihrer Ehe und der beiden Kinder wegen trat sie hinter die Kulissen. Ein langer Aufenthalt in New York und zahlreiche Reisen um die Welt erlaubten den Braunschweigs, ihre Erfahrungen mit dem internationalen Tanz 1973 in der Etablierung des Prix de Lausanne münden zu lassen. Durch Elvires Herkunft gelang auch die Öffnung nach Osteuropa. Die letzten Jahre, noch immer aufmerksam die Arbeit des alten Freundes Maurice Béjart verfolgend, hat sich Elvire Braunschweig aktiv mit Malerei auseinandergesetzt. Mehrfach hat sie in namhaften Galerien ausgestellt.
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