Eine Frage des Stils

Die 15. Ausgabe des biennalen Münchner Festivals «Dance» steigt nicht nur auf Bühnen. Vielmehr beleuchtet ein Symposium den ebenso beliebten wie unscharfen Begriff des «choreografischen Stils». Einen Vorgeschmack gibt die Tanzwissenschaftlerin Katja Schneider im Gespräch mit Eva-Elisabeth Fischer

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Katja Schneider, Sie sind Tanzwissenschaftlerin und Dozentin am Theaterwissenschaftlichen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität in München – und Dramaturgin des Festivals «Dance». Für die 15. Ausgabe haben Sie nun ein internationales und fachübergreifendes Symposium konzipiert und greifen im Titel einen Gedanken der französischen Kollegin Laurence Louppe auf: «Das Rauschen unter der Choreografie. Überlegungen zu ‹Stil›» wird am ersten Festivalwochenende das Aufführungsprogramm mit Lecture Performances, Vorträgen und Diskussionen ergänzen.

Warum haben Sie ausgerechnet ein so schwer fassbares Thema wie Stil ausgesucht?

Bisher war es immer so, dass die Symposien, die das Netzwerk «Access to Dance» veranstaltet, von einem tanzwissenschaftlichen Begriff ausgingen und sich dann interdisziplinär erweiterten. Auf diese Weise wollte man ein großes, auch nichtaka demisches Publikum gewinnen. Beim «Stil»-Konzept verlief es genau andersherum. Ich bin in den letzten Monaten immer wieder über den Begriff «Stil» gestolpert. Zum Beispiel in der Wochenendausgabe der «Süddeutschen Zeitung» mit ihrem relativ neuen Buch «Stil». Oder ich entdecke Rubriken wie «Finde den richtigen Stil für dein ...

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Tanz Mai 2017
Rubrik: Traditionen, Seite 52
von Eva-Elisabeth Fischer

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