Ein Tanzhaus für München?

Tanz - Logo

Münchens Kulturreferentin Lydia Hartl hat eine Podiumsdiskussion zum Thema «Tanz braucht eigene Strukturen» beim Tanzkongress in Berlin zum Anlass für eine vollmundige Erklärung genommen: Tanzplan-vor-Ort habe ihr sehr geholfen, beim Stadtrat ein Tanzhaus durchzusetzen. Bekommt München wirklich ein Tanzhaus? Oder ein Performing Arts Centre, wie dies bereits Hartls Vorgänger Julian Nida-Rümelin konzipiert hatte? Einen derartigen Stadtratsbeschluss gibt es tatsächlich.

Doch handelt es sich um ein so genanntes mittelfristiges Projekt, das wahrscheinlich erst in fünf Jahren, nach Ablauf von Tanzplan-vor-Ort, in die Tat umgesetzt wird. Und wenn, wo? Lydia Hartl hält nach wie vor fest an der Jutier Halle im Norden Münchens, dem Ausweichquartier der Münchner Kammerspiele während der Umbauphase, obgleich der Abriss beschlossene Sache ist. Als Alternative bestehen Pläne für einen Neubau an ebendieser Stelle. Oder wird die Muffathalle als prächtig zentral gelegener Übergangsort als Tanzhaus dienen?

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2006
Rubrik: Celebrities, Seite 28
von Eva-Elisabeth Fischer

Vergriffen
Weitere Beiträge
What's next?

The dance city St. Petersburg today, at the end of the 2005/2006 season, finds itself on the brink of changes that may lead to a completely unknown future, and, unfortunately, another huge wave of ballet emigration. The first wave, and the first 20th century Russian ballet revolution, happened around 1909, with the birth of Diaghilev’s Ballets Russes. The second...

Nach Cranko

Noch bevor das Ballett richtig beginnt, stellt Christian Spuck klar, was er mit seinem «Sandmann» will: keine «Coppélia» à la Cranko, sondern Hoffmanns Erzählung, zur Gänze getanzt. Wie im literarischen Original sieht sich Nathanael mit seiner Kindheit konfrontiert. Und diese Fixierung auf die frühe Jugend ist es letztlich, die sein weiteres Los bestimmt. Er kommt...

Pretty, please, could you dance for me

Bevor Marcia Breuer diese Frage stellen kann, muss man erst einmal Platz schaffen für eins der «bewegendsten» Bücher der letzten Zeit. Ganze dreizehn Meter lang ist das Leporello. Schlägt man allein die 53 Außenseiten des Buchs auf, stößt man auf Aussagen von Reid Anderson, Bridget Breiner, Robert Conn, Eric Gauthier, Marco Goecke, Yseult Lendvai, Christian Spuck –...