dresden: Katja Erfurth: «Tänze in Schwarzweiß»
Auch bald fünf Jahrzehnte nach ihrem Freitod im Dezember 1967 ist die von Dore Hoyer ausgehende Faszination ungebrochen. Dass sich nun in Dresden, der Stadt, in der Dore Hoyer 1911 geboren wurde und wo sie prägende Tanzimpulse erfuhr, die Tänzerin und Choreografin Katja Erfurth an die so rätselhafte Ikone heranwagt, ist an sich schon bemerkenswert. Mehr noch, dass sie sich für die einsame, herausfordernde Suche und Annäherung viel Zeit und den dafür notwendigen Spielraum gelassen hat.
Es lohnt deshalb unbedingt, sich auf den unlängst uraufgeführten und Dore Hoyer gewidmeten Soloabend «Tänze in Schwarzweiß» mit aller Offenheit und Neugier einzulassen. Zu den Qualitäten von Katja Erfurth, die nach ihrer Ausbildung an der Palucca Schule Dresden zum Ballettensemble der Sächsischen Staatsoper gehörte und seit 1997 selbstbestimmt und quasi vogelfrei arbeitet, zählt auch, dass sie stets mithilfe von Live-Musik besondere Akzente setzt. Davon leben auch die «Tänze in Schwarzweiß», die sie gemeinsam mit so wunderbaren Musikern wie dem Pianisten Camillo Radicke und dem Perkussionisten Sascha Mock bestreitet.
Besonders einprägsam ist, dass es Katja Erfurth gelingt, mit ihren eigenen, weder zu ...
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Tanz Dezember 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 44
von Gabriele Gorgas
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