die katze...
...verschwindet, löst sich durch ein Lächeln in Nichts auf. Nur ihr Grinsen bleibt ... und auch das vergeht. So etwas ist vielleicht nur in Lewis Carrolls Wunderland möglich, in das seine Alice fiel. Dagegen entsteht bei uns ja erst etwas, wenn jemand lächelt oder sich sonstwie bewegt.
Wie zuletzt beim Flashmob des Staatsballetts im Berliner Hauptbahnhof. Je mehr Menschen tanzen, desto mehr Gemeinschaft entsteht.
Was aber passiert, wenn er aufhört, der Flashmob? Entsteht dann wieder Konkurrenz, falls sie überhaupt das Gegenteil von Solidarität ist? Oder tritt nicht einfach triste Leere ein – nach dem Tanz bliebe nichts, die Katze ist einfach weg?
Im letzten Heft war viel von Community Dance die Rede. In dieser Ausgabe versuchen wir, dessen Utopien ins Auge zu sehen. Angenommen, es würden sich Mehrheiten hinter den Tanz stellen: Warum müssen dann Künstler permanent beweisen, dass sie ein Teil der Stadt sind? Warum reicht es nicht, dass einer ganz oben ist, ein Ballettdirektor, bis ein Grinsen des Stadtkämmerers ihn wieder zum Verschwinden bringt (S. 64)?
Wie verhalten sich die Verantwortlichen, egal ob an der Spitze einer Kompanie oder als Teil einer zeitgenössischen Bewegung? In ...
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Tanz April 2011
Rubrik: editorial, Seite 1
von
Das Ballett mit der Ziege. Im 19. Jahrhundert traten viele Ballerinen in der Rolle der lebenslustigen Pariser Straßentänzerin mit dem Huftier auf – was enorm zur Popularität des Werks beitrug. «La Esmeralda» nach Victor Hugos Roman «Der Glöckner von Notre-Dame» war nach der Uraufführung 1844 in London durch Jules Perrot ausgesprochen erfolgreich, auch in St....
...kommt gern hierher. Regelmäßig studieren deutsche Kompanien Stücke von ihm ein; für das Stuttgarter Ballett und das Staatsballett Berlin kreierte er in den vergangenen Jahren populäre Abendfüller. Immer wieder wird der Italiener eingeladen, mit seinem Ensemble Aterballetto Uraufführungen in Deutschland zu präsentieren. 2009 geschah dies in Wolfsburg mit «Come...
Eine paradoxe Situation: Während die Kulturstiftung des Bundes einen Tanzerbe-Fonds auflegt, droht dem Tanzarchiv Leipzig in seiner jetzigen Form das Aus. Wer Geld aus dem neuen Stiftungstopf erhält, um damit ein Projekt zu Rudolf von Laban zu verwirklichen, der wird in Zukunft vielleicht ein Rechercheproblem haben. Denn Labans im Leipziger Tanzarchiv lagernder...
