Die Jungs aus der Ukraine

Sind zwei Stars des Royal Ballet in London auf dem besten Weg, von guten Freunden zu erbitterten Konkurrenten zu werden? Den Jüngeren, Sergei Polunin, feiern selbst deutsche Zeitgeistmagazine. Der Ältere, Ivan Putrov, ist der Dichter unter den Tänzern

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Das Royal Ballet hat zwei auf seiner Gehaltsliste stehen, die aus der Ukraine stammen. Einer ist der schöne Ivan Putrov, ein längst etablierter Tänzer mit einer ganzen Reihe wichtiger Rollen in seinem Portfolio. Der andere ist der kommende Star: Sergei Polunin, der auf den jüngsten Postern und Broschüren für die Kompanie mit einem perfekt ausgeführten Jeté vor dem Mont-Saint-Michel wirbt. Jeder Zentimeter ein klassischer Prinz mit perfekten Proportionen, fantastisch gestreckten Füßen und verträumtem Blick.

Gerade erst hat er den Solor in «La bayadère» getanzt, ist zum Ersten Solisten befördert worden und gewann soeben den «Critics’ Circle National Dance Award» als herausragender männlicher Darsteller. Schon 2006 erhielt er den «Prix de Lausanne» und den «Youth America Grand Prix», wurde dazu noch «Young British Dancer of the Year», bevor er zum Royal Ballet kam. Seine Laufbahn gleicht der einer kraftvollen Rakete.

So war ich einigermaßen überrascht, in diesem Musterknaben einen stillen, unerfahrenen, ja naiven jungen Mann kennenzulernen, der seine Stirn bis zu den Augen mit seinen Haaren versteckt. Er ist ein in jeder Hinsicht netter, charmanter Bursche, aber wirklich nicht der ...

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Tanz März 2010
Rubrik: Menschen, Seite 18
von Mike Dixon

Vergriffen
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