darrel toulon

Projekt Pristina

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Längst ist der Kosovokrieg Geschichte. Die letzten pogromartigen Übergriffe liegen Jahre zurück. Zwar haben nicht alle Länder die 2008 gegründete Republik Kosovo als eigenständigen Staat anerkannt. Aber mit der Zeit ist in den Beziehungen innerhalb der ehemaligen Föderation Jugoslawiens so etwas wie Normalität eingekehrt.
«Das Land ist im Aufbau begriffen», meint denn auch der Grazer Ballettdirektor Darrel Toulon, der im Rahmen eines Joint Venture mehrfach Priština besucht hat. «Die Stadt ist ‹under construction›. Man sieht keine Ruinen mehr, aber es gibt viel Unfertiges.

Nichts ist wirklich perfekt.»

Schon gar nicht in der Kultur, wo es an allen Ecken und Enden am Notwendigen mangelt. Da muss man sich schon etwas einfallen lassen, um seine Tänzer bei der Stange zu halten. Ahmet Brahimaj ist der Direktor des Baleti Kombëtar i Kosovës, das nach dem Krieg seinen Tanztransfer wieder aufgenommen hat. Er kann sich keinen Ballettmeister, geschweige denn einen Choreografen leisten, der das 20-köpfige Ensemble auf Vordermann bringt. Also ist er an die Botschaften herangetreten, um in Zusammenarbeit mit dem europäischen Fonds «Culture for all» so etwas wie Entwicklungshilfe zu erbitten.

Auf ...

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Tanz Februar 2015
Rubrik: menschen, Seite 32
von Hartmut Regitz

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newcomer, abschied, nachruf

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