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yasmeen godder «lie like a lion»

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Yasmeen Godder betritt die Bühne und schüttet den Inhalt einiger großer Plastiktüten auf dem Boden aus – Objekte und Relikte, die mehr oder weniger deutlich auf frühere Stationen ihrer choreografischen Arbeit verweisen. Zwei Musiker, die später sporadisch auch als Darsteller ins Bühnengeschehen eingreifen, gesellen sich zu ihr: Moshe Aharonov mit Bratsche im Arm und Matan Daskal am Klavier. Dann hebt Godder etwas auf – die zottelige Löwenmaske, der wir erstmals 2006 in ihrem Stück «I’m Mean, I Am» begegneten.

Sie richtet ein langes Messer gegen den Löwenkopf und verharrt in der Bewegung, Auge in Auge mit Aharonov. Der nickt ihr kurz zu und fängt lebhaft an zu spielen, während sie zuzustechen beginnt. Ein drastischer Einstieg in Yasmeen Godders Solo «Lie Like a Lion» an, erstmals gezeigt im Suzanne Dellal Center in Tel Aviv.

Die Choreografin hat erklärt, sie werde dem Wunsch des Körpers nach Form- und Absichtslosigkeit spielerisch Ausdruck verleihen und dabei Schwächen bloßlegen – eine überraschende Information angesichts des Umstands, dass wir Yasmeen Godder nicht nur als eine der bedeutendsten Protagonistinnen der zeitgenössischen Szene Israels kennen, sondern auch als ...

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Tanz Februar 2015
Rubrik: kalender, Seite 38
von Ora Brafmann

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