Black!…White?, Correspondances
Wofür steht das Schaf in Südafrika: für Unschuld oder Dummheit? Bei Nelisiwe Xaba tut es vor allem eins. Es steht herum. Weiß, rund und fett, stolz, still und stoisch auf dem Tischchen. Irgendwo in diesem alten Wohnzimmer flimmert die Flimmerkiste. Nur das Publikum im Saal sieht den Zeichentrickfilm, der im Kasten läuft. In dessen frenetischem Rhythmus sind die Tänzer auf dem Sofa getrieben vom Stakkato ihrer Gesten. Sie erinnern daran, wie die Bilder laufen lernten. Auf der Leinwand läuft ein Tausendfüßer wie ein VW-Käfer. Ziellos, sinnlos, schön.
Ich laufe, also bin ich (gezeichnet).
Vielleicht drückt Xaba hier aus, wie sie das heutige Südafrika sieht. Der Vielbeiner entspringt dem Gegensatz von schwarz und weiß. Darum kann er noch so frenetisch rennen, er wird dem Schema seiner Grafik nie entkommen. Oder Xaba hat, mit ihrem Partner Rob Van Vuuren, einfach Spaß daran, auf der Stelle zu laufen, wie es bei den Mimen zur Grundausbildung gehört. Sie nehmen sich reichlich Zeit, ebenso frenetisch zu rennen. In späteren Trickfilmen geht es um die Verwandlung. Sie funktioniert wie in einem Traum. Per Flügelschlag verwandelt sich ein Insekt in einen Mann. Aus einem Erdhaufen entsteht eine ...
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