berlin: dries verhoeven...

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...liebt das Publikum. Deshalb setzt er es nicht auf harte Stühle, er legt es in «You are here» ins Bett, fein säuberlich getrennt von den Nachbarn, die hinter einer Sperrholzwand ihr eigenes Refugium haben. Im Berliner Gasometer senkt sich eine gewaltige Spiegeldecke über das Publikum. Man ist allein mit sich, seinem Blick und den Botschaften der Performer, die schriftlich Fragen unter der Tür durchschieben oder einem mit Delikatessen die Ruhe rauben. Bis sich der Spiegel hebt und Einblick in die gigantische Choreografie der ­Bett­lägerigen beschert.

Da merkt man erst, wie sehr man ein isoliertes Teilchen des Ganzen ist, und starrt fasziniert in ein gigantisches Gedankenspielkabinett. Der niederländische Szenograf wird dafür gefeiert: als einer der subtilsten Choreografen des Blicks, vom 16. bis 26. Mai.
hebbel-am-ufer.de

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Tanz Mai 2011
Rubrik: kalender highlights, Seite 34
von

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