sprachgewaltige
Sieht man mal ab von Versuchen der Theoretiker, am Tanz Eigenschaften von Sprache zu sehen und ihn entzifferbar zu machen, macht sich der Tanz nur zu oft selbst an sprachlichen Texten fest. Vielleicht zeigt er gerade dadurch seine Gewöhnlichkeit, denn ein normaler Mensch redet ja auch. Wenn dann hohe Literatur oder Philosophie aus dem Off tröpfelt (oder aus dem Programmheft), während auf der Bühne eine mehr oder minder begabte Bewegung stattfindet, wirkt es aber manchmal, als brauchte der Tanz den Text als eine stärkende Infusion.
Von der Literatur will der Tanz meistens nur die Geschichten, die Konflikte, die Gefühle. Oft ist es auch nicht gerade zeitgenössische Literatur, die heutige Choreografen zur sogenannten Vorlage nehmen. Beispiele aus den letzten Jahren: «Krieg und Frieden» von Lew Tolstoi in Dortmund. «Professor Unrat» von Heinrich Mann in Wiesbaden, Lion Feuchtwangers «Jüdin von Toledo» in Düsseldorf, Georg Büchners «Leonce und Lena» in Essen. Überall werden Rollen verkörpert, manchmal vervielfacht, und die Geschichten möglichst nachvollziehbar dargestellt – ohne Worte in bewegten Rollen. Das Thema ist dann klar. Und die Aussage steht im Bücherschrank. Aber es geht auch ...
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Tanz Januar 2011
Rubrik: ideen, Seite 56
von Melanie Suchy
Es gibt nicht viele Künstler vom Schlag dieses französischen Choreografen. Bei dem, was er zu sagen hat, denken wir nur: die viele Wut. Wir bewundern ihn sogar: Wie brillant er mit dieser Wut choreografisch umgeht, bis zum Schluss.
Wut heißt für Buffard, den acht Tänzern Bilder der Gewalt, der Zerstörung, des unkontrollierten Fanatismus abzuverlangen. Es sind aber...
...ist mit dem spanischen «Premio Nacional de Danza» geehrt worden. Das Kulturministerium zückt 30.000 Euro für die 50-Jährige, die vor 25 Jahren ihre Kompanie Mudances gründete; Mudances gehörte damals zu einem der ersten international tourenden Tanzensembles. Zuletzt gastierte sie bei der Frankfurter Buchmesse 2007 (Gastland Katalonien). Heute ist ihre...
Ist das höchste Lob gut genug? Für Peter Weibel ist rosalie eine «Jackson Pollock des Lichts», «weil sie das Wesen des Lichts versteht und daher den Bildraum ausdehnt in einen Farbraum zwischen Bild und Skulptur, in eine visuelle Musik, in eine Zeitskulptur». Der Günder des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medientechnologie bezieht sich auf «Helios», eine...
