mithkal alzghair

Er ist vor Baschar al-Assads Regime nach Frankreich geflüchtet. Mit «Déplacement» hat der Choreograf seine Geschichte auf die Bühne gebracht und einen der wichtigsten choreografischen Wettbewerbe Europas gewonnen

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Mithkal Alzghair, Sie haben in Paris mit Ihrem Trio «Déplacement» den Wettbewerb «Danse élargie» am Théâtre de la Ville gewonnen. Wenn wir Europäer das Stück sehen, scheint es uns mit Krieg, Gewalt und gleichzeitig mit traditionellen Tänzen in Verbindung zu stehen. Gar nicht so falsch. Als ich die Arbeit zu «Déplacement» begann, lebte ich bereits seit mehreren Jahren in Frankreich und tauschte nach und nach meinen Status als Migrant gegen den des Künstlers ein. Das lief parallel zur Intensivierung der Kriegshandlungen in Syrien.

Woher stammen Sie? Ich komme aus einem Dorf, das in der Hauran-Region im Südwesten Syriens liegt, nahe der Stadt As-Suwayda. Das Territorium wird mehrheitlich von Drusen bewohnt, das kollektive Bewusstsein ist von der Besatzung durch die Osmanen und später durch die Franzosen geprägt. Fremdherrschaft, Krieg, Widerstand und Revolution brachten eine besonders enge und intensive Beziehung der Menschen zu Erde, Wurzeln, Traditionen und Identität hervor. Eine sehr schöne Region!

Was macht die traditionellen Tänze Syriens aus? Der Dabke gehört zu Syrien, Palästina, Libanon, Jordanien und Teilen des Irak und der Türkei. Er ähnelt Tänzen, mit denen ich mich in ...

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Tanz November 2016
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Thomas Hahn

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