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peeping tom «moeder»

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Es könnte ein Museum sein. Es hängen jedenfalls jede Menge Bilder an den Wänden, und in einem Nebenraum, anfangs noch von einer Plastikfolie verhängt, figuriert Hun-Mok Jung als lebensechtes Kunstwerk. Doch ganz hinten in einem Kabuff ist ein Sarg zu sehen, und hinter einer Glasscheibe scheint ein Aufnahmestudio eingerichtet, in dem gerade die letzten Atemzüge einer Sterbenden aufgezeichnet werden.

Alles ist wirklich wie immer bei einer Produktion von Peeping Tom, und im selben Augenblick so unwirklich, wie man sich das nur vorstellen kann.

Deshalb überrascht es auch nicht weiter, wenn die junge Frau so lange in dem Erinnerungsraum herumirrt, bis sie den Boden unter ihren Füßen verliert. Nicht nur einen Moment lang droht sie in imaginären Wasserfluten zu versinken, von denen auf der Bühne zwar nicht ein Tropfen zu sehen ist, die aber mit jedem Schritt zumindest akustisch an Bedrohlichkeit gewinnen. Immer wieder sucht Marie Gyselbrecht nach einem Halt. Geradezu panisch schlägt sie um sich. Gäbe es nicht diesen jungen Museumswärter, der sie schließlich vor dem Ertrinken bewahrt, wäre der zweite Teil einer absurden Familientrilogie womöglich vorzeitig beendet.

Doch der Abend wird ...

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Tanz November 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 48
von Hartmut Regitz

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