Gregor Seyffert geht
Gregor Seyffert macht großes Erlebnistheater. Fünf Jahre Dessau, 90 Prozent Auslastung, 100.000 Besucher bei «Der kleine Prinz» nach Saint-Exupéry, «Tango Palast» mit Musik von Kurt Weill und «Marquis de Sade» im Kraftwerk Vockerode, der im Juli noch mal Jedermanns Sadomasochismus begutachtet, bevor Seyffert die Stadt verlässt. Verabschiedet hat er sich mit Jules Vernes «In 80 Tagen um die Welt» und irrem Effet.
Inmitten letzter Dekorationsteile süffelt sich der Intendant über die Theaterpleite hinweg; der Pianist hämmert unverdrossen frohe Liedchen; Rettung bringt Produzent Winkelstein, der das Haus als Filmatelier mietet. An die 70 Akteure kommandiert er nun in grotesker Stummfilmmanier. Graustichige, textunterblendete Filmszenen zeigen die «Reise», auf die sich Phileas Fogg und, Paraderolle für Erzkomödiant Seyffert, Diener Passepartout begeben, die im Verdacht stehen, einen pyrotechnisch effektvollen Bankraub verübt zu haben. Das glaubt man dem opulenten Spektakel. In der Pause hebt sich vorm Theater sogar ein gewaltiger Ballon in die Luft! (mitfahren darf, wer extra bucht). Per Video segeln die Protagonisten nach USA. Den Western Union Express, bühnenbildnerisches ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Selbst wer sich nur marginal mit Geschichte und Wissenschaft des Tanzes im 20. Jahrhundert beschäftigt, kennt seinen Namen: Rudolf von Laban. Der 1879 geborene Sohn eines österreichisch-ungarischen Offiziers gilt als der einflussreichste Theoretiker des modernen Tanzes. Der vorgesehenen Karriere im militärischen Dienst der k&k-Monarchie entwand er sich durch ein...
Eine gewöhnliche Bühne zeigt den Tänzer immer nur von der Seite, die er dem Publikum gerade zuwendet. Selbst wenn sich der Tänzer dreht, bleibt er streng genommen immer nur aus der einen frontalen Perspektive sichtbar.
In Australien wurde nun eine sogenannte «infra sphere camera technology» entwickelt, die die Künstler Jeffrey Shaw und Sarah Kenderdine nach Europa...
Wo ist er nur, der Schlüssel zu den glücklichen Ahnungen der Kindheit? Versteckt er sich ganz hinten im Schubladeneck? Oder lauert da noch ein verstaubter Albtraum, der seine frühere Wirtin und ihr Publikum gern noch einmal im Schlaf überfallen würde? Und wer ist das graue Fräulein hinter der Glasscheibe? Eine verwunschene Gouvernante oder gar ein verhextes Kind,...
