Alexei Ratmansky

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Am 25. Februar 2005 kam «The Bolt» von Schostakowitsch am Moskauer Bolshoi in einem «konstruktivistischen» Bühnenbild heraus – quasi als Visitenkarte des neuen Ballettdirektors Alexei Ratmansky, 36. Denn da trat einer mit einem Stück aus der russischen Moderne gegen die Opposition der Traditionalisten und Nostalgiker aus der Ära Grigorovitch an, die er bereits 2003 anlässlich seiner Ernennung zum Direktor mit «Le Clair ruisseau» überzeugt hatte, einem Stück, das 2004 auch in Paris an der Opéra einen Triumphzug erlebte.

Ratmansky bewies hier wie da, dass er nicht nur sein choreografisches Metier solide beherrscht, sondern im Geiste Schostakowitschs auch jenen guten Sinn für Humor und Satire besitzt, der über jeden Verdacht erhaben ist.
Geboren in St. Petersburg, studierte er bis 1986 an der Schule des Bolshois. Er tanzte Balanchine, Ashton, Tudor und Twyla Tharp bei Les Grands Ballets Canadiens und wurde als Solist des Königlich Dänischen Balletts gefeiert, wo er die großen Bournonville-Ballette interpretierte. Sein Repertoire umfasst Werke von Robbins, Neumeier, Nurejew, MacMillan, Lifar, Béjart, Mats Ek, Jirí Kylián ... Seine Kenntnisse sind groß, sein Geist ist offen. Beides ...

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Tanz Jahrbuch 2005
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 104
von René Sirvin

Vergriffen
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