Bombana, Godani, Simon beim Staatsballett

«Century Rolls», «In the Country of Last Things» und «Elemental»

Tanz - Logo

Was die drei Stücke, allesamt Uraufführungen in der Baye­rischen Staatsoper, eint, ist der Bezug zur Neoklassik und zu William Forsythe, ist die Dominanz optischer Effekte. Dies, weil der ehemalige Forsythe-Tänzer Stephen Galloway der Kostümbildner des Abends ist, mehr noch, weil der Ausstatter Michael Simon heißt. Er war Bühnenbildner bei Forsythe von der ersten Stunde an und prägte die Ästhetik des Ballett Frankfurt bis in die 1990er entscheidend mit. Das Spektakulärste an Davide Bombanas Stück «Century Rolls» sind gewiss Galloways farblich zweigeteilten Kostüme.

Sie allein strukturieren bereits das Corps von acht Paaren, lassen das sonst doch recht unaufgeregte Stück ein wenig schillern. «Century Rolls», so benannt nach einem bewusst eklektischen, zwischen Atonalität, Minimalismus und Ragtime changierendem Klavierkonzert von John Adams, ist brav nach neoklassischem Vorbild gestrickt. Dabei hangelt sich Bombana, immerhin handwerklich tadellos, stets an der Musik entlang.

Zwischen «Century Rolls» und «In the Country of Last Things» scheinen ästhetisch mindestens vierzig Jahre zu liegen. Für sein eigenes Stück – zu einem Text von Paul Auster – entwarf Michael Simon ein Film-Set, wo ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2006
Rubrik: Der Kalender, Seite 46
von Eva-Elisabeth Fischer

Vergriffen
Weitere Beiträge
Was an Schülern fasziniert

Erinnerungsgerümpel, wohin das Auge blickt. Ein lebloser Ort, gleich der Wohnung eines Verstorbenen, die man räumen soll. Ein altes Sofa, davor ein Perserteppich. Ein Tisch, die Stühle wie nach Schulschluss oben drauf. Darunter stapelt sich Buch um Buch. Ein Regal voll Unrat steht am Bühnenrand, darauf ein leerer Vogelbauer. Ives Thuwis hockt in «Birdy»-Haltung...

Renée Gumiel

Fast ein ganzes Leben war vergangen, seit sie zum letzten Mal in dieser Stadt gewesen war – da feierte der Nazi-Staat gerade Olympische Spiele, und die im französischen Saint-Claude geborene Renée Gumiel war 23. Jetzt, nicht ganz 70 Jahre später, kurvte sie beim Berlin-Besuch anläss­lich des Gastspiels in der Volksbühne auch die neue Glaskuppel im Reichstag hinauf:...

Rafael Bonachela

Rafael Bonachela,
you won the first Place Prize last year – what have you done with the £32,000?
I invested it in my own company, the Bonachela Dance Company. We had our first premiere in June. We have a manager and six dancers, but our work is only project based. I do not have revenue funding from Arts Council England.

You became famous when you choreographed Kylie...