Die Wiederkehr des Schönen
Es war der französische Philosoph Denis Diderot, der im 18. Jahrhundert provokant formulierte, dass man ein Bauwerk erst zerstören müsse, um seine Schönheit zu sehen. Diderot meinte die Ruine, die in seiner Zeit zum Inbegriff der Vergänglichkeit, der Veränderung und Transformation, der gesellschaftlichen und kulturellen Revolution wurde. Beim Anblick antiker Ruinen entwickelten Wissenschaftler und Künstler ihre Ideen einer neuen Gesellschaft. Das vorherrschende Referenzsystem Antike für die Bestimmung von Schönheit erhielt einen radikalen Riss.
Der Vollendung und Harmonie der klassischen Form wurde das Transitorische entgegengestellt. Das ist die ästhetische Ausgangslage der Moderne, die auch für die Tanzkunst wirksam wurde. Sie bestimmt bis in die Gegenwart hinein das Thema der Schönheit: auf der einen Seite ein klassischer Kanon, der naturgleich zur Grundlage von Körperbild und Ästhetik wird. Auf der anderen das Aufbrechen von Formen, um die aktuellen gesellschaftlichen und individuellen Prozesse freizulegen. Dass eine Kategorie wie Schönheit auch in der Zerstörung, in der kritischen Befragung, in der Verweigerung ihren Platz finden kann, das macht die Fragestellung nach der ...
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Ecclesiasticus, the bleakest book in the Old Testament, is the text Tim Rushton chose as the basis of the first of two dances opening the tiny dance stage at Copenhagen‘s new Opera (see the magazine section). “Kridt“ (i.e. “chalk“) opens in darkness, to the sound of chalk on a board; the sound of bleak school days, the cane and discipline. A body is being...
