choreographing you
Die Kinder und Jugendlichen nehmen spontan die Herausforderung an. Sie steigen buchstäblich in den Ring, um sich an William Forsythes «The Fact of Matter» auszuprobieren. Die Installation, etwa 3,5 mal 10 Meter Fläche umfassend, besteht aus zahlreichen Gymnastikringen, die an Bändern befestigt sind und in unterschiedlichem Abstand vom Boden hängen. An den Breitseiten kann man loslegen: mit den Beinen in zwei Ringe steigen, sich mit den Armen an zwei anderen Ringen festhalten und dann versuchen vorwärtszukommen.
Das ist alles andere als einfach, rasch knicken mal die Beine, mal die Arme weg, wenn man nicht permanent die Körperspannung hält. Es gilt, gekonnt zu balancieren und auszuprobieren, wohin man den nächsten Schritt setzen kann. Forsythes Installation ist ganz schön anspruchsvoll, in körperlicher Hinsicht fast zu «schwer» für Kinder und Jugendliche. Doch – wie gesagt – die Herausforderung, es den Eltern, den Mitschülern, den Freunden mal zu zeigen, die ist einfach verlockend.
Vielleicht sollte man Choreografen mit der Gestaltung von Abenteuerspielplätzen beauftragen. Sie haben genug kinästhetisches Verständnis, Menschen in Bewegung zu bringen, und sie besitzen ausreichend ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Klaus Kieser
...ist ein Produktionsbuch. Auf 150 Seiten hat die Stuttgarter Fotografin Regina Brocke eines der inspiriertesten Ballette von Marco Goecke festgehalten, mit Friedemann Vogel, der die Liebe als Mann wie als Frau erlebt. Auf schwarz grundiertes, 30 mal 30 Zentimeter großes und griffiges Papier gedruckt, lässt es die unzähligen Proben- und Premierenfotos plastisch...
Das «White Bouncy Castle», bekannt als schneeweiße Hüpfburg, die William Forsythe zusammen mit Dana Caspersen 1997 für Londons Artangel schuf, haben mittlerweile Tausende besprungen. Auf Luftkissen zugleich die Balance zu halten und zu tanzen, das tut weh. Der New Yorker Kunststudent Andros Zins-Browne, den es an die Brüsseler Schule P.A.R.T.S. verschlug, hat...
Es gibt Schriften, die machen allein deshalb Spaß zu lesen, weil man sehr fasziniert ist von jedem einzelnen Autor, der eine Liebe zum französisch-flandrisch-österreichischen Performancekollektiv Superamas entdeckt hat, sich diese aber schlicht nicht erklären kann. «Dieses schamlose Ausstellen männlicher Stereotypen, diese sexistischen Attitüden» (Elke Van...
