in zukunft
Dieter Heitkamp ist Professor des Studiengangs Zeitgenössischer und Klassischer Tanz der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Die Zahl der Buchstaben seiner Berufsbezeichnung ist doppelt so groß wie die Zahl der Studenten, die er unterrichtet: derzeit 36. Nur zwölf angehende Tänzer werden pro Jahr aufgenommen. Ihnen stehen auf dem Weg zum Bachelor satte 22 Lernmodule bevor, vom klassischen Training bis zum Umgang mit «digital tools» (etwa der «Motion Bank», siehe Seite 74).
Noch nie vor der Zeit der Bachelor- und Master-Studiengänge wurden Tänzer so umfassend und vielseitig ausgebildet. Noch nie wurden sie so bürokratisch anhand mathematisch ausgetüftelter «Credit Points» verwaltet. Zu den zwölf Eleven pro Jahr stoßen noch zehn Studierende im Master-Studiengang Tanzpädagogik hinzu, weitere vier angehende Choreografen und Performer bilden sich in Gießen bei Gerald Siegmund weiter.
Die Kleingruppen-Exklusivität bedeutet: mindestens 38 Wochenstunden Hochleistungssport, Körperbewusstsein, ästhetische Theorien und Selbstmanagement. Die Studenten sollen und wollen sich selbst organisieren, motivieren, weiterbilden – und surfen im hochschuleigenen Intranet, um ...
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Tanz Januar 2011
Rubrik: praxis, Seite 70
von Arnd Wesemann
Vier Tänzer hüpfen. Mit ihnen schnellen blaue Linien in die Luft, der Ausrichtung ihres Körpers folgend. Eine Hand zeichnet rasch einen weißen Kreis durch den Raum, ein abgespreiztes Bein ein Dreieck. Klickt man das Video weg, bleiben blaue Linien und weiße Bogen, die wie ein Feuerwerk ins Dunkel schießen. Sie markieren synchrone Bewegungen oder Dynamiken der...
Ist das höchste Lob gut genug? Für Peter Weibel ist rosalie eine «Jackson Pollock des Lichts», «weil sie das Wesen des Lichts versteht und daher den Bildraum ausdehnt in einen Farbraum zwischen Bild und Skulptur, in eine visuelle Musik, in eine Zeitskulptur». Der Günder des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medientechnologie bezieht sich auf «Helios», eine...
...hatte zuletzt durch das Stück «Lutz Förster» von Jérôme Bel enorm Furore gemacht. Nun hat Bel, nach einem Jahr, seinen Namen zurückgezogen. Bel ließ verlauten, das Stück passe nicht mehr zu seinem «kritischen Anspruch». Es gehört nun Förster allein.
