william forsythes «motion bank»: die blick-und-klick-schule

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Vier Tänzer hüpfen. Mit ihnen schnellen blaue Linien in die Luft, der Ausrichtung ihres Körpers folgend. Eine Hand zeichnet rasch einen weißen ­Kreis durch den Raum, ein ­abge­spreiztes Bein ein Dreieck. Klickt man das Video weg, bleiben blaue Linien und weiße Bogen, die wie ein Feuerwerk ins Dunkel schießen. Sie markieren synchrone Bewegungen oder Dynamiken der Tänzer und sind eines der Werkzeuge, die William Forsythe und sein Team zur computergestützten ­Analyse von Choreografie entwickelt haben.

«Synchronous ­Objects», seit 2009 online, ist das Pilotprojekt der «Motion Bank», eines vier­jährigen ­Projekts der Forsythe Company zur ­Erforschung der choreografischen Praxis durch die Erstellung digitaler Partituren. Die Arbeit daran begann bereits 2000, jetzt ist das Projekt offiziell. «Für viele Menschen ist Tanz eine Fremdsprache», sagt Forsythe, und die Möglichkeit, diese lesen und verstehen zu lernen, ist eines der Ziele der «Motion Bank» – ein Schulungsprojekt zur Alphabetisierung des Publikums. Schon mit der 1999 veröffentlichten CD-­ROM «Improvisation Technologies» schuf Forsythe eine Schule für Zuschauer, Tänzer und Forscher, die der Improvisation einen besseren Ruf ...

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Tanz Januar 2011
Rubrik: praxis, Seite 74
von Esther Boldt

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