Zimmermann & de Perrot: "Gaff Aff"
Am Anfang ist der Ton. Der DJ stanzt eine runde Pappscheibe aus einem Karton und legt sie auf den Plattenteller. Der Saphir kratzt ein Urgeräusch, und Dimitri de Perrot dreht an den Knöpfen der Schöpfung, bis daraus Musik wird. Er ist Kronos. Ihm zu Füßen liegt die Erde als runder, flacher Plattenteller. Wie eine Nadel kreist darauf ein länglicher Karton. Bald stoßen zwei hilflose Arme durch die Pappe. Der Mensch richtet sich auf, entschlüpft seinem Ei und landet prompt in den Wirren der Metropole. Beinah tänzelt er einen Breakdance in die Rillen seiner Existenz.
Hinter ihm schillert eine Skyline aus Kartons.
«Gaff Aff» ist eine Anthologie des modernen Büromenschen, zerquetscht im Schraubstock zwischen Vorgesetztem, U-Bahn, Handy, Tagesschau und Aktenkoffer. Die Kälte und Hektik des Flughafens oder der U-Bahn bringen sie mit einfachen Mitteln zum Leben. Statt neuer Technologien dominiert Karton. Die Himmelsscheibe von Nebra wäre bei ihnen ein Pappdeckel. Das Handy, in Martin Zimmermanns Mund wird es zum Entenschnabel. Wenn er damit grotesk äffisch und monströs den Nachrichtensprecher im TV mimt, ist er drauf und dran das Publikum zu verschlingen. Zimmermanns Solo auf der ...
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