ideale passform
Das New York City Ballet lebt von George Balanchines reichem Erbe, die Kopenhagener Kompanie vom Bournonville-Repertoire, das Hamburg Ballett von John Neumeiers Werken. Der Ruhm des Stuttgarter Balletts beruht im Grunde auf drei Stücken, auf John Crankos Abendfüllern «Romeo und Julia», «Der Widerspenstigen Zähmung» und «Onegin», von denen letzterer in den vergangenen Jahren in die Liga der weltweiten Klassiker aufgestiegen ist.
Dass ausgerechnet diese Werke zum 50-jährigen Jubiläum im Februar nicht auf dem Stuttgarter Spielplan stehen, sondern zwei Handlungsballette neueren Datums, zeigt, dass man in Stuttgart bei aller Liebe zur Tradition nach vorn schaut.
Schon Cranko, dessen Amtsantritt im Jahr 1961 historisch nicht ganz korrekt zum Ausgangspunkt der dreiwöchigen Feierlichkeiten genommen wird, brachte seinem Stuttgarter Publikum bei, auch andere Götter neben ihm zu haben. Er lud Kenneth MacMillan oder Glen Tetley zu Uraufführungen ein, unterstützte die blutjungen Talente Jirˇí Kylián und Neumeier. Konsequent förderten auch seine Nachfolger Márcia Haydée und Reid Anderson, beide Tänzer der Cranko-Ära, neue Tanzschöpfer und neue Tanzstile – keine andere deutsche Kompanie hat so ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: produktionen, Seite 14
von Angela Reinhardt
Nun stimmt auch Frankreich mit ein, in die Hymnen auf John Neumeier. Der Anlass: Seit 30 Jahren werden seine Stücke an der Seine empfangen und sogar von den Stars der Pariser Opéra interpretiert. Zwölf Ballette, von «Vaslaw» bis «Parzival – Episoden und Echo»: Flüssig, inspiriert und stets engagiert schreibt Jacqueline Thuilleux zu jedem Werk eine Analyse, neben...
Das Ballett am Puls der Zeit – wie kein anderer klassischer Choreograf in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts traf ihn Jerome Robbins in seiner frühen Phase, gleich mit seinem ersten Erfolg, dem Matrosenballett «Fancy Free» aus dem Jahr 1944, und ganz besonders 1957 mit den Tanznummern in Leonard Bernsteins Musical «West Side Story». Hier verband Robbins die...
Zahlreiche, meist sehr freundliche Nachrufe sind zum Jahreswechsel auf den «Tanzplan Deutschland» erschienen. Bei vielen lösen sie ein gewisses Bedauern aus: «O Gott, wo geht er denn nun hin, der zeitgenössische Tanz?» Gegenstimmen gibt es auch. Sie freuen sich, jetzt sei es mal gut mit einem Tanzprogramm, bei dem sich komplizierte Bürokratien kommunaler und...
