Das kleine Nichts
Zwei Schäferinnen bestrafen Amor – und alles wird gut. Der Schalk hatte beide sich in eine Dame verlieben lassen – aus Rache, eingesperrt worden zu sein. Er war so frei und hatte selbst eine Vogelschar aus ihrer Voliere entlassen. Das höfische Spiel von Liebe und Verführung, es spielt sich auf der Weide umso leichter. Das Schäferstündchen namens «Les petits riens» gefiel. Aber es wurde nach der Uraufführung 1778 nur noch sechsmal aufgeführt. Warum so selten? Dann verschwand auch noch die Partitur, fast ein Jahrhundert lang. Bis sie in ungeordneter Form wieder entdeckt wurde.
Mozart selbst galt als durchaus talentierter Tänzer. Das Mozartjahr hätte sich keinen keckeren Choreografen wünschen können als Thierry Malandain, um mit Pfiff und Witz aus «Les petits riens» Essenz zu ziehen. Der Leiter des Ballet Biarritz baut in vielen seiner Stücke zwischen Körper und Musik genau jene heitere Kunst der Verführung auf, die in der Epoche von Marivaudage und Libertinage in allerlei Schlössern und ihren Gärten die raffinierteste je im Okzident erreichte Erotik zelebrierte. Die Regeln der Kunst waren dabei ebenso komplex wie eng gefasst. Malandain beleuchtet auf der Bühne nur ein begrenztes ...
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Draußen vor den großen Sichtfenstern fegt der Wind und weint der Himmel, drinnen im Project Space der Kunsthalle Wien ist es unheimlich warm. Aus Lautsprecherboxen quäkt Hitlers Stimme eine Hetzrede gegen das Judentum. Das Publikum schwitzt ein wenig, während der südafrikanische Performer Steven Cohen mit zwei phallischen Miniaturkameras seinen Körper untersucht....
Juliette Mapp is a dancer, teacher and choreographer based in NYC. She has danced in the companies of Pat Graney, Neil Greenberg, Stephanie Skura, Deborah Hay and John Jasperse, for which she received a New York Dance and Performance Award “Bessie” for outstanding artistic achievment in 2002. Juliette has taught technique, improvisation and composition...
Der Tanzplan vor Ort nahm eine entscheidende Wende, als das Kuratorium mit der Bundeskulturstiftung die Idee entwickelte, nicht eine künstlerische Leitung einzusetzen, sondern die vorhandenen Mittel dafür zu benützen, um die Kommunen und die Länder in die Pflicht zu nehmen. Von diesem Moment an gewann der Tanzplan eine einzigartige kulturpolitische Dynamik....
