«RETE» Italien

Tanz - Logo

Lang lebte die zeitgenössische Tanzszene von Erinnerungen. Zwei Generationen Tänzer hatten sich von Carolyn Carlson inspirieren lassen und/oder zehrten von ihren Studienaufenthalten in New York … Aber Neues spross wenig in Italien, während die Avantgarde von einst langsam ranzig wurde. Verrückt, denn Theater aller Größen und sogar vorsichtig neugieriges Publikum gibt es dort doch. So erzählen zwei Handvoll glühender Graswurzel-aktivisten, die vor ca. fünf Jahren begannen, ein neues Netz (ital. «Rete») über ihr Land zu spannen.

Acht Regionen sind bisher verbunden im leidenschaftlichen Einsatz für die Zukunft: Damit kommende Choreografenjahrgänge eine Infrastruktur und möglichst viel Sichtbarkeit bekommen. Das informelle Netzwerk sorgt für Fortbildung in Residenzen und erste internationale Kontakte, für Aufführungsmöglichkeiten in Theatern und auf Festivals. Es organisiert Talentschaufenster, die Vetrine della Giovane Danza d’Autore, in denen sich der choreografische Nachwuchs ausprobieren kann. Auch eine umfängliche regionale Datenbank zum und für den Tanz wird sukzessive gepflegt. Darüber hinaus sind die Initiatoren und Organisatoren persönlich ansprechbar, teilen ihr Wissen aus ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2009
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 140
von Katja Werner

Vergriffen
Weitere Beiträge
Der Ballettdramaturg

Lang sind die Zeiten her, dass eine Angela Dauber oder ein Edmund Gleede John Neumeier inhaltlich so stringente wie bahnbrechende Klassikerneudeutungen wie «Dornröschen» oder «Illusionen – wie Schwanensee» bescherten. Heute glauben die forschen Jungchoreografen, ob sie Terence Kohler oder Christian Spuck heißen, ohne dominierenden Dramaturgen auskommen zu können....

Der Dutt

wird zuweilen auch Balanchine-Dutt genannt. Praktisch ist er, weil die langen Haare überaus ordentlich zusammengebunden und einwärts gesteckt beim Tanzen nicht stören. Aber ist der Dutt nicht etwas ganz besonders Altmodisches? Ihr Faible für etwas so Praktisches haben Ballerinen gegen jede Mode verteidigt und tragen den Dutt manchmal auch so stolz wie eine Krone.

D...

Die Farbe rosa

Sie haben eine fünfjährige Tochter mit Ballettambitionen, die mit rosa Prinzesschen aber nichts am Hut hat? Gratulieren Sie dem Kind zu seinem guten Geschmack – und ansonsten: Vergessen Sie’s einfach. Neun von zehn Schulen werden Ihre diesbezügliche Anfrage höflich, aber bestimmt bescheiden: «Ja, selbstverständlich tragen unsere Babyballerinen Rosa, was denn sonst?...