Massimo Furlan: «You can speak, you are an animal»
Wenn Witze töten, wenn Künstler sich ihrer Jugend erinnern … Massimo Furlan, der Italo-Schweizer, liebte den Post-Punk von Killing Joke, ist bis heute Fan von Jaz Coleman, dem Leadsänger der Aufrührer aus London. Heute schreibt Coleman Arrangements für Symphonieorchester, aber sein Lebenswandel ist noch immer für einen Skandal gut. Furlan widmet ihm einen Bilderreigen, mit dem er dem Punk die Clownnase aufsetzt.
Ein nackter Schlagzeuger, ein stummer Dorfnarr, Teddybär und Wildbär, trauernde Erinnyen in Schwarz, Majoretten in Rot und ein Schlagersänger stellen immer neu die Szenen, wie in einem Bilderbuch der Fantasien und Archetypen. Gestochen scharf wie bei Bob Wilson, emotional wie bei Pippo Delbono, rätselhaft wie bei Romeo Castellucci, beunruhigend wie bei Gisèle Vienne. Mal hell, mal dunkel, fast schon Piktogramm.
«You can speak, you are an animal»: Der Titel teilt die Gesellschaft. Hier die Urinstinkte, dort die Zivilisation mit ihren Regeln, Formaten und Hundeleinen. Hier der Teddykopf aus der zeitgenössischen Kunst, dort die Bestie aus den Bergen Neuseelands. Auf dieser Insel lebt die Bestie Coleman, auch Furlan verbrachte dort einen Teil seines Lebens. In «You can ...
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