stimme und tanz: Patricia Bardi
Sie lacht viel, fegt durch den Raum, dirigiert ihre Leute mit den Augen – und ihrer Stimme. Ihre Schülerinnen, Frauen jedes Alters, stehen im Kreis und tönen: Vokale, Lautverbindungen, Fantasieworte. «Nimm auf, was sie macht, und verändere es dann. Gib es weiter an die Nächste!» Wie eine gesungene, laute «Stille Post» läuft die Melodie im Kreis. «Reagiert mit dem Körper darauf», fordert Bardi und sagt: «Es gibt eine wesentliche Beziehung zwischen Körper und Stimme. Hier bringen wir die Stimme zur körperlichen Präsenz. Ich suche nach dem Dialog zwischen Klang und Bewegung.
»
Mit Tänzern versucht sie, Bewegungsfluss und Bewegungsinitiation voneinander zu unterscheiden. Viele verwechselten das, aber der flow des Körpers könne ein Sound sein, der seine eigene Dynamik in der Bewegung habe. Es gehe darum, zwischen Klang und Bewegung interagieren zu können, nicht das eine durch das andere repräsentieren zu lassen. «Don’t overmotorize!», ruft sie den Tänzern zu; eine direkte Entsprechung zwischen Ton und Geste will sie nicht.
Patricia Bardi ist Spezialistin für Stimme, Klang und Bewegung. Als Tänzerin, Pädagogin, Körpertherapeutin arbeitete sie im Wohnzimmer von Bonnie Bainbridge Cohen an ...
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Kaum ist die Anfangssequenz vorbei, ahnt man: Christian Spucks «Poppea//Poppea» wird alles andere als ein Ballett mit vorhersehbarem Handlungsstrang sein. Zu Beginn stellt eine Tänzerin (Marianne Illig) in lakonischer Kürze die sechs Hauptpersonen des Dramas vor – eine Ziffer und zwei, drei kurze Sätze müssen genügen. So hat selbst der, der den historischen...
arte
2. Okt., 8.45h; 12. Okt., 10.05h: «Mariä Verkündigung», Tanzstück von Angelin Preljocaj, F 2002
3. Okt., 9.45h; 7. Okt., 7.30h; 20. Okt., 4.30h: «One Flat Thing, reproduced», Ch.: William Forsythe, Tanzfilm von Thierry De Mey, F 2006
10. Okt., 9.50h: «Chaconne», Ch.: Christian Spuck, Tanzstiftung Birgit Keil, D 2004
11. Okt., 21.55h: «Leonard Bernstein. The Making...
Seit dreißig Jahren schreibt sie selbst Anträge, seit zwanzig Jahren sitzt sie in Beiräten und Gremien, die darüber diskutieren, wessen Kunst es würdig ist, mit Zuwendungen bedacht zu werden. Zehn Jahre lang, bis 2000, baute Sigrid Gareis die Abteilungen Theater/Tanz und Internationaler Kulturaustausch im Siemens Arts Program auf und war an der Gründung von vier...
