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lois greenfield

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Es ist 40 Jahre her, dass sie mit dem Fotografieren von Tanz-Performances begonnen hat, um sich im Verlauf ihrer Karriere immer weiter von der bloßen Dokumentation zu entfernen – hin zu einer Art Alchemie des menschlichen Körpers in Bewegung. Mit Hilfe etwa von Stoffbahnen, verspiegelten Oberflächen oder Blumensträußen entdeckt Lois Greenfield Augenblicke, die die Fantasie durcheinanderbringen oder ihr Flügel verleihen.

In «Moving Still», ihrem jüngsten Buch, begegnen uns erstaunliche Bilder, und wir rätseln sogleich: Fliegt diese Tänzerin? Ist das ein Kokon? Wer zaubert hier im Wald? Einige Motive besitzen die erdige Anmutung von Skulpturen, andere scheinen buchstäblich von der Seite abzuheben und davonzufliegen. Dabei deutet jedes Bild den Hauch einer Erzählung an, die der Betrachter für sich selbst fortspinnen kann.

Bisweilen bannt Greenfield mit ihrer Kamera derart prekär ausbalancierte Posen, dass man seinen Augen nicht trauen mag. Doch die Fotografin manipuliert ihre Bilder nicht nachträglich, sondern verlässt sich vielmehr auf das Improvisieren – das eigene genauso wie das ihrer Modelle – während des Shootings. «Ich empfinde den kreativen Prozess wie eine rasante ...

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Tanz November 2016
Rubrik: Medien, Seite 60
von Wendy Perron

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