liebe und ekstase

Die Tanzfotografin Isabel Muñoz wird in Madrid geehrt. Wir begleiten sie bei einem Rundgang durch ihre Ausstellung.

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Die größte Fotoschau in Spanien heißt «PhotoEspaña». Sie ist keine Messe, sondern eine Kunstschau, die überall in Madrid in Museen, Galerien und Kulturräumen zu sehen ist. Einer dieser Orte heißt Canal de Isabel II, ein siloartiges Gebäude. Dunkel und kühl ist es drinnen, die Augen benötigen einen Moment, um sich zu gewöhnen.

Kleine Lampen beleuchten riesige, schlicht gerahmte Bilder: Isabel Muñoz’ Ausstellung «Love and Ecstasy», eine Sammlung farbenprächtiger Fotografien, die sich auf die Praktiken des islamischen Sufismus konzentrieren, auf seine Suche nach göttlicher Reinheit durch Gebet, Trance und Bewegung.

Isabel Muñoz fotografierte die Derwische in der Altstadt von Damaskus. Hier traf sie auf eine Sufi-Sekte, die, in Syrien offiziell verboten, ­jene berühmten Zirkeltänze mit Formen der Selbstkasteiung verbindet, um sich in religiöse Ekstase versetzen zu können. Im Irak besuchte ­ Isabel Muñoz die Al-Qadiriya-Bruderschaft, eine Gruppe kurdischer Männer, die wöchentlich beten und dabei mit ebenfalls geheimen ­Praktiken ­versuchen, in den Zustand höherer Erleuchtung zu gelangen. Die Fotos im Erdgeschoss zeigen Männer, die sich in tiefe Konzentration versenken, die Augen ...

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Tanz Oktober 2010
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Justine Bayod Espoz

Vergriffen
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