le havre: Hervé Robbe: «Un terrain encore vague»
2012 wird in nichts den 13 Jahren gleichen, in denen er Leiter des Centre Chorégraphique National in Le Havre war: Hervé Robbe. Sein neues Stück hat er extra so gestaltet, dass er es in seine neue Zeit als freier Choreograf hineintragen kann. Der Jahresanfang bedeutet für ihn Abschied. Das erzeugt Wehmut, obwohl «sein» CCN – Robbes Nachfolgerin ist Emmanuelle Vo-Dinh – mitten in einer Zeile von Gewerbehallen liegt, und der Saal nur 90 Zuschauer fasst. Der Blick aus dem einzigen Tanzstudio fällt direkt auf eine Tankstelle. Doch Robbe hat ein junges, offenes Publikum aufgebaut.
Darum schmerzt der Abschied eben doch. «Un terrain encore vague» heißt das letzte Stück. Es drückt seine ungewisse Zukunft aus, blickt vor allem aber zurück in die Kindheit. Da ist ein Stück Bauland mit seinem Gerümpel, das auf der Bühne nach mobiler Eleganz aussieht, ein ästhetisch überhöhtes Spiel mit Zaunlatten und Paletten.
Das Bühnenbild gab Robbe beim englischen Künstler Richard Deacon in Auftrag, der mit monumentalen Skulpturen aus Holz und Metall Aufsehen erregt. Hier rahmen lauter kleine bis mittelgroße Objekte die Bühne ein. Deacon zeigt, dass er das Zeug zu einem Fassbinder hätte. Dicke, helle ...
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Tanz November 2011
Rubrik: kalender und kritik, Seite 42
von Thomas Hahn
im dezember: tanzwettbewerbe
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