rock the ballet: paul mccartney
Der Ex-Beatle schreibt derzeit ein Märchenballett für Peter Martins‘ New York City Ballet. Die Pet Shop Boys haben unterdessen ihr Ballettdebüt hinter sich. Mit Javier De Frutos’ Protein Dance versuchten sie im Londoner Sadler’s Wells Theatre Hans-Christian Andersens Märchen «Das Unglaublichste» nach allen Regeln des Mittelmaßes auf die Bühne zu stemmen. Aus dem Märchen wurde eine Castingshow. Der Gewinner mit der verblüffendsten Erfindung, hier einer Zeitmaschine, erhält die Prinzessin und das halbe Königreich.
Ivan Putrov, der tanzende Neider, der den Auftrag zu diesem Ballett gab, zerstört die Maschine des Konkurrenten und teilt sich den Gewinn im Duo mit der Prinzessin, Clemmie Sveaas. Die britische Presse war entsetzt, obwohl die Story romantisch ist und die Pet Shop Boys, berühmt für softe Dreiminüter, sich die Mühe machten, echte Orchestermusik zu spielen. Ihre CD «The Most Incredible Thing» stürmt gerade die Charts. Am 22. September kommt das nächste Ding, zusammen mit George Balanchines «Union Jack». «Ocean’s Kingdom» soll der 50-Minüter von Paul McCartney heißen: «Die Tochter des Meereskönigs verliebt sich in den Bruder des Erdkönigs», sagt er, und klar ist: Die ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Mai 2011
Rubrik: menschen, Seite 31
von Arnd Wesemann
Das ist nun bestes Tänzerfutter! Die Produktion, die Alexei Ratmansky letztes Jahr fürs Niederländische Nationalballett erstellt hat, gibt einer klassischen Kompanie alles, um zu brillieren: klare Kombinationen, effektvolle Variationen, zügige Dramaturgie. Das Ganze ist in einem heiteren Spanien angesiedelt dank Jérôme Kaplans luftiger, farbenfroher Ausstattung....
Kaum ein Ballettbuch wird im angloamerikanischen Sprachraum so diskutiert wie Jennifer Homans’ «Apollo’s Angels». Was von der ehemaligen Tänzerin und Kritikerin des «New Republic» natürlich beabsichtigt war – und sogleich ihrer provokanten, nach reichlich 500 überlegen recherchierten und formulierten Seiten als Knaller gebotenen Schlussthese widerspricht:...
«Heimspiel» heißt der nicht mehr ganz so neue Schrei an den deutschen Stadttheatern. Er könnte zu einem Genre werden, allein weil die Kulturstiftung des Bundes ihren Fördertopf so etikettierte. Seit 2006 hat der Topf immerhin 56 Unternehmungen von 38 Stadt- und Staatstheatern unterstützt mit Summen zwischen 25.000 und 50.000 Euro; die letzte Runde wird nun...
