neubau: staatliche ballettschule berlin
Ein «Ein Haus mit Schwung» nennt der künstlerische Leiter Gregor Seyffert den Neubau der Staatlichen Ballettschule Berlin, eine Hinterlassenschaft aus der Zeit der DDR, die das Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner so ummantelt und überformt hat, dass daraus ein grandioser Gebäudekomplex entstanden ist, ohne alle Hermetik. Einladend öffnet sich das schneeweiße Haus zum Park.
Riesige Fenster lassen das Statische und Trennende drinnen und draußen verschwinden: Hier spiegelt sich für Schulleiter Ralf Stabel die Philosophie der Schule wider: «Der Unterricht soll für jeden transparent sein. Die Kinder müssen wissen, welche Leistungsanforderungen an sie gestellt und warum sie wie bewertet werden.»
Man bleibt nicht unbeeindruckt von der Beschwingtheit des Gebäudes. Seine lichte Höhe lässt im Foyer immer wieder den Blick schweifen. Es wurde an nichts gespart. Rund 24 Millionen hat sich Berlin den Umbau kosten lassen. Finanziert wurde er zu 90 Prozent mit Mitteln, die vom Bund, den Ländern und der EU als «Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur» deklariert wurden: eine Investition, die nicht nur das Land Berlin entlastet, sondern auch die ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: praxis, Seite 73
von Hartmut Regitz
Je ärger die Weltwirtschaftskrise zwischen den Weltkriegen wurde, desto mehr näherte sich der Expressionismus dem Tanz an. In Hamburg wurden mehrtägige, aufwendige Künstlerfeste gegeben, mit acht Meter hohen Götzenfiguren, unter denen man den «Götzenbumbum» tanzte. Mary Wigman und Valeska Gert sahen hier den «SüdseeDukDukTanz», zu dem riesige Tanzmasken getragen...
Mit fröhlichem Gelb künden Forsythien vom Frühling; Bäumchen blühen, wo Wuppertal ihnen Platz dafür lässt. Mit dem «Kampf der Titanen. In 3D!» droht das Multiplexkino, daneben liegt das Schauspielhaus und schweigt, denn es ist geschlossen, vielleicht für immer; es müsste saniert werden. Weil das Wasser abgestellt ist, stehen am Hintereingang Container mit Toiletten...
Ein Finale comme il faut. «Ça ira» heißt es am Schluss. Das Corps de ballet baut sich an der Rampe auf, als wolle es mit dem Publikum kurzen Prozess machen: eine spektakuläre Szene aus dem Ballett «Die Flamme von Paris» von Wassili Wainonen, auf die auch Alexei Ratmansky nicht verzichtet. Bemüht, die Eigenart des Moskauer Bolschoi-Balletts für die Zukunft zu...
