Isabel Nowak
Sie kommt aus Bayern, hat an der Bruckner Universität Linz Tanz studiert und zwei Jahre lang für das szene bunte wähne-Tanzfestival für Kinder und Jugendliche in Wien Workshops betreut, ehe sie 2004 ihr erstes Stück wagte: «Andersgleich oder als die Phantasie nach Aalglattmannsdorf kam» war ein Wurf für Kinder ab sechs, in dem die Choreografin Isabel Nowak auch gleich ihre Film-Erfahrungen einsetzen konnte. In «Rumpelröschen» (2005, ab sechs) fielen bekannte Märchen heftig und heiter ineinander, in «Plüsch» (2005, ab zwei) landeten die Zuschauer atmosphärisch auf einer Wolke.
In «Eisvogel» (2006, ab 14) arbeitete Isabel Nowak mit sechs 16-jährigen GymnasiastInnen aus dem niederösterreichischen Krems zusammen und entwarf ein bewegendes Stück Tanztheater über die soziale Kälte in unserer Gesellschaft. Isabel Nowak hat ein untrügliches Gespür für Dramaturgie und zeitgenössische Erzählformen im Tanz und hat bisher auch nie moralisiert. Ihre Stücke berühren und legen den Verdacht nahe, dass über die Choreografien für Kids und Teens, in denen Leidenschaft und ungebremste Energie ausgespielt werden, die Emotion in den Tanz zurückkehrt.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Teppiche waren ursprünglich Reproduktionen von Gärten: der Garten ist ein Teppich, auf dem die ganze Welt ihre symbolische Vollkommenheit erreicht, und der Teppich ist so etwas wie ein im Raum mobiler Garten. Sagt Michel Foucault.
Als der Teppich in der Mitte des Probenraums lag, war er sofort unser Spielfeld. Wir suchten uns einen Ausgangspunkt und fingen an,...
Als Mitglied der Gruppe post theater in Berlin ist die Multimedia-Designerin Hiroko Tanahashi ziemlich versessen darauf, dass die Bühne mitspielt. Bei ihrer bekanntesten Partnerin, der Performancekünstlerin Maren Strack, geht das so: Maren Strack knallt die Peitsche; auf der Bühnenfläche erscheinen lauter winzige Peitschen knallende Maren Stracks. Sie knallt die...
Lev Manovich, der Russe in Kalifornien, ist ein brillanter Medientheoretiker. Von ihm stammt der Begriff des «augmented space», des «wachsenden Raums». Zwar wird nicht die Erde größer, aber die Fülle an Information. Keine Kreuzung, kein Supermarkt, keine Landesgrenze ohne Datenerfassung. Immer mehr Orte werden ausschließlich von Daten gesteuert, nicht nur virtuelle...
