am abgrund
Am 16. Dezember ließ der Intendant der Brüsseler Monnaie-Oper, Peter de Caluwe, verlauten, dass er sich aufgrund substanzieller Finanzkürzungen seitens der Regierung zu einer rigorosen Spielplan-Schrumpfung gezwungen sehe. Von einem «kulturellen Blackout» war die Rede, dem allen voran die Sparte Tanz zum Opfer fiel: Auf absehbare Zeit wird es an La Monnaie keine Ballett- und Tanzvorstellungen mehr geben. Tragischerweise wird die belgische Tanzlandschaft auch noch von anderen Mittelkürzungen, nämlich jenen seitens der Regierung Flanderns, getroffen.
Doch dürften diese Sparmaßnahmen weder der flämischen noch der nationalen Regierung wirklich aus der finanziellen Misere helfen. Dass Flandern es sich leisten kann, sein Königliches Ballett seit mehreren Jahren in einer Art künstlerischem Dornröschenschlaf dahindämmern zu lassen, ist in diesem Zusammenhang bezeichnend genug. Kurzum: Die Sparbeschlüsse versetzen dem belgischen Tanz, vor allem in der Hauptstadt, praktisch den Todesstoß. Und die negativen wirtschaftlichen Folgen könnten letztlich weit mehr ins Gewicht fallen als die erhofften Sparerfolge der flämischen Regierung.
Die Suche nach dem Kerngeschäft
De Caluwe steckt also gehörig ...
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Tanz Februar 2015
Rubrik: ideen: tanz und politik, Seite 64
von Pieter T'Jonck
im märz: sabine kupferberg_________
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