N.Q.Z.C
Wenn Sie wählen müssten, wen würden Sie retten? Die Menschheit oder Ihre(n) Lebenspartner(in)? Mit Fangfragen aus der psychologisch-demagogischen Trickkiste erinnert Wayn Traub da-ran, wie sehr wir Mensch geworden, aber Tier geblieben sind. Denn entweder wir machen Abstriche am American Way of Life, oder es sieht schlecht aus für die Globalisierung des Wohlbefindens. Wie «N.Q.Z.C» zeigt, drücken wir uns lieber vor der Antwort und machen uns auf in den Weltraum, um eine bessere Lebensform zu schaffen.
Das Gerede von Liebe und Altruismus hält dem Praxistest nicht stand, erklären Traub und der belgische Autor Paul Pourveur, die gemeinsam den Text schrieben. Und darin steht: Unter existenzieller Bedrohung verhalten wir uns wie Tiere. Sperrt man ein Liebespaar in einen Raum, dessen Boden sich zerstörerisch erwärmt, wird schließlich der Stärkere auf den Körper des Schwächeren klettern. Am Ende des Stücks tanzen sie diesen Albtraum tatsächlich. Belgiens neuer Star der Bühnenkunst verdankt seinen Aufstieg dem Theater Toneelhuis in Antwerpen und dem Théâtre de la Ville in Paris. Er liebt es, Welten hinter der rationalen Fassade des Homo sapiens zu ergründen, von Tier bis Teufel, von den ...
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Maurice Béjart gehörte in Lausanne zu Weihnachten wie Eier zu Ostern. Im Advent pilgerte man gern zu seinen immer ausverkauften Vorstellungen, trank in der Pause ein Glas Champagner. Jedes Jahr ein neues Stück, das war sein Geschenk an die Stadt, seine Heimat seit 1987. Diesmal ist alles anders: der Maître starb vier Wochen vor der Uraufführung. Im Théâtre de...
The Animal Theatre Manifesto
By Wayn Traub
1. The animal is the beginning and end of animal theatre. It is both the source and the aim.
2. Animal theatre is born of a deep desire, the cry of the animal in each of us (animus). The creator transforms this desire into action (animer) and if his performance is successful, the animal in man is aroused (animal). Theatre...
John Neumeier choreografierte den Eingangs-Chor des «Weihnachtsoratorium» so euphorisch, als wollte er damit geradewegs den Himmel erstürmen. «Jauchzet, frohlocket», hieß es bei der letzten Premiere des Hamburg Ballett in Erwartung des Herrn. Ein Unbekannter ist er dort nicht. Mit der «Matthäus-Passion», mit dem «Magnificat», Händels «Messias» und Mozarts...
