John Neumeier
John Neumeier choreografierte den Eingangs-Chor des «Weihnachtsoratorium» so euphorisch, als wollte er damit geradewegs den Himmel erstürmen. «Jauchzet, frohlocket», hieß es bei der letzten Premiere des Hamburg Ballett in Erwartung des Herrn. Ein Unbekannter ist er dort nicht. Mit der «Matthäus-Passion», mit dem «Magnificat», Händels «Messias» und Mozarts «Requiem» hat Neumeier im Lauf der Jahre eine ganze Skala sakraler Tanzwerke geschaffen, die ihm den Weg zu höheren Weihen ebneten.
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Tanzpreis des Jahres 1988, ist er der Erste und wahrscheinlich für lange Zeit der Einzige, dem eine neuerliche Nominierung widerfährt. Da heißt es acht geben, dass der bibelfeste Ballettintendant über jeder noch so verständlichen Verehrung nicht die Bodenhaftung verliert.
Der Deutsche Berufsverband für Tanzpädagogik samt dem Verein zur Förderung der Tanzkunst in Deutschland bemühen am 1. März im Aalto Theater Essen als Veranstalter wohl nicht die himmlischen Heerscharen. Sondern das Hamburg Ballett, das Stuttgarter Ballett, das Bayerische Staatsballett, das Royal Danish Ballet, das Ballett der Pariser Opéra, das der Mailänder Scala und des Moskauer Stanislawski- und ...
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Miguel Robles
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