fürth_on tour
«Mit seinem rasanten, ungebärdigen Bewegungsstil katapultierte James Brown, als Tänzer weitgehend Autodidakt, die Fußarbeit in neue Sphären», schreibt Brenda Dixon-Gottschild in ihrem Buch «The Black Dancing Body». Jawohl, die Rede ist vom Soul-Sänger James Brown, der ab den 1960er-Jahren nicht nur mit seiner rabiaten Röhre, sondern auch mit aggressiven dance moves Furore machte und den schwarzen Körper, unlängst noch geächtet, als Stilsymbol in der US-Kultur verankerte.
Kids wollten plötzlich «schwarz» tanzen, und Browns Mantra «I’m Black and I’m Proud» verfing in der afroamerikanischen Bevölkerung.
Gleich zweimal ist die 2006 verstorbene Soul- und Funk-Legende, jahrzehntelanger Advokat der Bürgerrechtsbewegung und unverfrorener Zuschausteller der eigenen Sexualität, kürzlich gewürdigt worden – mit der Filmbiografie «Get On Up» und mit «Get on the Good Foot», einem Projekt des Apollo Theater, jenem Labor, in dem der junge Brown seinen Bewegungsstil entwickelte. Dessen Leiter Otis Sallid hat das Programm mit der Philadelphia Dance Company, besser bekannt als Philadanco!, in Szene gesetzt.
«Get on the Good Foot» ist ein fulminantes Tanz- und Musik-Spektakel. Ronald K. Brown und ...
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Tanz Februar 2015
Rubrik: kalender, Seite 40
von Merilyn Jackson
Yasmeen Godder betritt die Bühne und schüttet den Inhalt einiger großer Plastiktüten auf dem Boden aus – Objekte und Relikte, die mehr oder weniger deutlich auf frühere Stationen ihrer choreografischen Arbeit verweisen. Zwei Musiker, die später sporadisch auch als Darsteller ins Bühnengeschehen eingreifen, gesellen sich zu ihr: Moshe Aharonov mit Bratsche im Arm...
Im September 2014 bezeichnete Frankreichs Premierminister Manuel Valls Tunesien als «Start-up der Demokratie». Zu Recht. Denn im Oktober und November fanden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt, die bemerkenswert ruhig verliefen. Die Islamisten mussten den Gang in die Opposition antreten. In dem sicheren Glauben, weiter regieren zu können, hatten sie auf...
Längst ist der Kosovokrieg Geschichte. Die letzten pogromartigen Übergriffe liegen Jahre zurück. Zwar haben nicht alle Länder die 2008 gegründete Republik Kosovo als eigenständigen Staat anerkannt. Aber mit der Zeit ist in den Beziehungen innerhalb der ehemaligen Föderation Jugoslawiens so etwas wie Normalität eingekehrt.
«Das Land ist im Aufbau begriffen», meint...
