Zwischen Traum und Wirklichkeit
Klassische Musik kann für Kinder sehr attraktiv sein», meinte kürzlich Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrats, «wenn man sie ihnen richtig vermittelt». Doch was heißt es, die Kleinen «richtig» an die Großen der klassischen Musikkultur heranzuführen?
Im letzten Heft haben wir am Beispiel ausgewählter Opernhäuser und Jugendmusiktheater unterschiedliche Wege in der Spielplanpolitik und verschiedene pädagogisch-dramaturgische Angebote für junges Publikum vorgestellt.
Die aktuelle Ausgabe präsentiert nun den zweiten Teil unseres Themas «Wie die Oper Kinder kriegt». Ohne Zauber, ohne Weltvergessen laufe gar nichts, meint etwa Ingolf Huhn, Generalintendant des Theaters Zwickau-Plauen. Und: «Kinderoper braucht nichts Kindgemäßes», weder «Beschränkung auf liedhafte Formen», noch «Eingängigkeit».
Dass man Kindern und Jugendlichen viel mehr zutrauen kann als von vielen traditionellen Opernhasen vermutet, dass Kinder dem singenden Menschen oder neuen Tönen meist offen und unvoreingenommen begegnen, glauben auch die Komponisten Wilfried Hiller und Detlev Glanert – ihre sehr persönlichen Werkstattberichte bilden den Auftakt der folgenden Seiten. Was tut der ...
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Am Ende wird die Ehre der zu Unrecht des Ehebruchs beschuldigten Genoveva wiederhergestellt. Das Ehepaar umarmt sich, man denkt an den Schlusschor in «Fidelio»: «Wer ein solches Weib errungen...» Doch hier ist der Jubel nur verhalten, innig, tief, nicht überschwänglich. Genau da liegt das Problem. In Schumanns einzigem vollendeten Bühnenwerk fehlt meist, was Oper...
Vielen Werken des modernen Musiktheaters gelingt es trotz erheblicher Qualitäten nach der Uraufführung nicht, auch nur ein einziges Mal neu inszeniert zu werden. Obwohl die Veröffentlichung eines Mitschnitts mit Risiko und Kosten, nicht zuletzt hinsichtlich der Urheberrechte verbunden ist, gibt es glücklicherweise Plattenfirmen, die sich auf zeitgenössische Musik...
Jenes zweigestrichene C, das Rodolfo im ersten Bild der «Bohème» gleich zweimal treffen muss, machte Luciano Pavarotti bekanntlich zum Angelpunkt der Partie, wenn nicht des ganzen Stücks. Gingen die Spitzentöne der Arie «Che gelida manina» und des Finalduetts «O soave fanciulla» daneben, sei der Rest im Grunde schon vergebliche Liebesmüh. Allein, hier irrt Big P.,...
