«Zurückschalten geht nicht»

Markus Hinterhäuser, seit 2005 Konzertchef der Salzburger Festspiele, steht für frische Impulse. 2011 wird er Intendant für eine Spielzeit an der Salzach. Er sollte als Konzertchef auch weitermachen, doch Alexander Pereiras Leitungsteam mag er nicht mehr angehören. Im Gespräch mit Gerhard Persché erklärt er, warum.

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Das gesamte Prozedere der Bestellung des neuen Intendanten war ziemlich undurchsichtig. Zunächst sollten Sie sich – sogar auf Wunsch der österreichischen Kulturministerin Claudia Schmied – ebenfalls bewerben, doch dann fanden Sie sich nicht einmal auf der Shortlist der Findungskommission.
Was ich dazu sagen möchte, hat nichts mit meiner Person zu tun, auch nichts mit dem zukünftigen Intendanten, sondern ist etwas Grundsätzliches: Die Art, wie man eine solche Findung vornimmt, ist der Festspiele nicht würdig.

In letzter Konsequenz sollte doch eine solche Findungskommission, die natürlich politisch bestellt wird, nichts anderes als eine Entscheidungshilfe sein, aber sicher nicht ein Gremium, das sich berufen fühlt, einen Generalbefehl zu erteilen. Und ein Kuratorium, also der Aufsichtsrat der Salzburger Festspiele, sollte schon kompetent und souverän genug sein zu sagen: Gut, das ist der Vorschlag; vielleicht haben wir auch noch die eine oder andere Idee, wir werden uns alle Kandidaten anhören und dann entscheiden. Aber so ist es ja nicht gelaufen. Die Frage nach der Qualifikation einer solchen Kommission stellt sich hier schon sehr dringlich. Als Vorsitzende die Intendantin des ...

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Opernwelt Juli 2010
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Gerhard Persché

Vergriffen
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