Wüstensand und Spinnstube

Frühe Bühnenwerke von Alfredo ­Catalani und Pietro Mascagni bei Bongiovanni

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Sie haben sich persönlich gekannt und in gewisser Weise geschätzt, aber in künstlerischer Hinsicht können sie als Antipoden gelten: Alfredo Catalani, der letzte Romantiker der italienischen Oper, und Pietro Mascagni, der «Erfinder» des musikalischen Verismo. Catalani starb, nachdem er mit «La Wally» (1892) im Opernbetrieb endlich Fuß gefasst hatte. Mascagni, der ihn um ein halbes Jahrhundert überlebte, wurde zwar vom Erfolg verwöhnt, litt aber darunter, dass ihm kein großer Wurf wie «Cavalleria rusticana» mehr gelingen wollte.

Bongiovanni präsentiert jetzt erstmals die Jugendwerke der Kontrahenten, die beide aus der Toscana stammten.
Bei Catalanis «La falce» (Die Sichel) handelt es sich um seine Diplomarbeit am Mai­länder Konservatorium, für die ihm kein Geringerer als Arrigo Boito das Libretto schrieb. «Egloga orientale» (orientalisches Hirten­gedicht) ist die Gattungsbezeichnung, es ist eher eine szenische Kantate als eine Oper und dauert eine Dreiviertelstunde. Catalani, der eine Zeit lang in Paris studiert hatte und in Mailand im Kreis der «Scapigliati» mit der deutschen Musik und den Werken Richard Wagners vertraut gemacht wurde, vertritt darin einen musikalischen Stil, der ...

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Opernwelt Mai 2006
Rubrik: CDs, Seite 53
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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