«Wir müssen stärker europäisch denken»
Herr Foccroulle, inwieweit wollen Sie anknüpfen an die Tradition des Festivals von Aix-en-Provence?
Tradition ist für mich sehr wichtig. Es gibt seit sechzig Jahren eine Tradition dieser Festspiele, die von Daniel Dusurget bis hin zu Stéphane Lissner reicht, der das Festival acht Jahre leitete. An diese Tradition will ich anknüpfen, aber ich möchte sie auch erweitern. Dabei wird womöglich eine neue Identität entstehen, in der der Begriff «Création», also des Neuen ein große Rolle spielen wird.
Damit meine ich die Kreation neuer Opern, aber auch den kreativen Blick auf das Repertoire.
Apropos Repertoire: Was gibt es 2007 in Aix?
Der «Ring» mit Simon Rattle und Stéphane Braunschweig wird fortgesetzt, Pierre Boulez und Patrice Chéreau machen Janáceks «Aus einem Totenhaus», wir haben eine neue Produktion von Mozarts «Le nozze di Figaro» im Programm, wir nehmen unsere «Entführung aus dem Serail» wieder auf und unsere sehr erfolgreiche Produktion von Monteverdis «Orfeo» aus dem Jahr 1998 mit Trisha Brown und René Jacobs. Und es gibt ein Projekt mit Monteverdi-Madrigalen, das von der Académie Européenne de Musique bestritten wird.
Welche Rolle spielt für Sie diese Académie bei den ...
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Gehäufte Schönheiten und Sinnigkeiten, bekannte der Dichter, habe er an seinem inneren Auge vorbeiflanieren sehen, als er die Schlussszene vernahm: das erste Auftauchen der Schwert-Idee, die wundervolle Manipulation des Walhall-Motivs, Loges genial charakterisierende Zwischenreden und vor allem jenes unbeschreiblich sentimental zu Herzen gehende «Treulich und treu...
