Was kommt...
Viele Aufführungen von Claude Debussys «Pelléas et Mélisande» gab es nicht im Jahr seines 150. Geburtstags. Dafür jetzt zwei gewichtige Premieren des Rätselstücks in Essen und Frankfurt am Main (Foto). Beide waren exzellent besetzt. Die Bühnenästhetik könnte unterschiedlicher kaum sein. Ein Vergleich.
An zwei Opernhäusern Berlins hat Hans Neuenfels inszeniert, nun arbeitet er erstmals auch an der Staatsoper. Für Mozarts frühe «Finta giardiniera» hat er eine neue Textfassung erarbeitet. Annette Dasch singt die Titelpartie.
Gleichzeitig entsorgt die Komische Oper Neuenfels’ Deutung der «Zauberflöte» und setzt eine Neuinszenierung des Hausherrn Barrie Kosky an.
In Brünn heißt der Genius Loci Leos Janácek. Ihm zu Ehren findet jeden Herbst ein Festival statt. In diesem Jahr gehörte neben Gastspielen von «Jenufa» (aus Bratislava) und «Katja Kabanova» (aus Maastricht, Regie: Harry Kupfer) auch die selten gespielte frühe Oper «Schicksal» zum Programm sowie Korngolds «Wunder der Heliane».
Im Jahr 2013 wird Wolfgang Sawallisch neunzig Jahre alt. Über Stationen in Aachen, Wiesbaden und Köln kam er als GMD nach Hamburg und München, leitete überdies die großen Orchester der Welt. Viele seiner ...
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Opernwelt Dezember 2012
Rubrik: Service, Seite 72
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Was auch immer beim Wexford Festival aufgeführt wird: Das Haus spielt eine Hauptrolle. Zumindest seit 2008, als der Neubau des Architektenbüros um Keith Williams eröffnet wurde. Wie eine sanft gestaffelte Kuppel thront er über der Silhouette des alten, südirischen Küstenstädtchens. Wenn man davor steht, sind die Dimensionen nicht zu ahnen. Nahtlos passt sich die...
Biografisch-kalendarische Parallelen verweisen manchmal – über den puren Zufall hinaus – auf fundamentale Analogien oder Gegensätze. Wenn nun der hundertste Geburtstag von John Cage und der Tod von Hans Werner Henze so nahe beieinander liegen, so lässt dies über etwaige Zusammenhänge reflektieren. Wobei evident scheint, dass beide Komponisten so epochale wie polare...
Ein Psychodrama von großer Brisanz, ausgefochten von drei hochkarätigen Protagonistinnen – so bietet sich die neue Lübecker «Elektra» dar. Der Ort: ein Kellerraum im Hause Agamemnon, unwirtlich, karg möbliert (Ausstattung: Hartmut Schörghofer). Hierhin hat sich Elektra zurückgezogen und die Tür vermauert, für Chrysothemis und Klytämnestra erreichbar nur durch eine...
