«Vor allem das Ensemble»

Ein Gespräch mit Tobias Richter, dem seit 1996 amtierenden Intendanten der Deutschen Oper am Rhein

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Herr Richter, wenn Sie die zurückliegenden zehn Jahre als Intendant der Deutschen Oper am Rhein Revue passieren lassen – was fällt Ihnen spontan zu den Stichworten «größtes Glück» und «größtes Ärgernis» ein?
Das größte Glück für mich war, dass es mir gelungen ist, wieder ein großartiges Ensemble aufzubauen. Das bedeutet heute etwas völlig anderes als zu der viel zitierten Zeit, als Grischa Barfuss das Heft noch in der Hand hatte.



Hatten Sie bei Ihrem Amtsantritt denn den Eindruck, im Blick auf das singende Personal bei null anfangen zu müssen?
Das zu behaupten, wäre gewiss vermessen. Andererseits – als sich mein Vorgänger Kurt Horres verabschiedete und ich die Leitung der Rheinoper übernahm, umfasste das Ensemble nur noch rund dreißig Sängerinnen und Sänger...

Für beide Standorte?
Die Deutsche Oper am Rhein hatte immer ein Ensemble, das zwei Städte bespielt. In Düsseldorf und Duisburg sitzen zwar verschiedene Orchester im Graben, doch sonst gibt es nur einen künstlerischen Apparat. Zu dem gehört ein Ensemble, das jetzt wieder zwischen siebzig und fünfundsiebzig Solisten stark und damit das größte in Deutschland ist. Es gibt im deutschsprachigen Raum kein zweites Haus, das einen ...

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Opernwelt November 2006
Rubrik: Theaterporträt, Seite 68
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
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