Von Neuem träumen

Vladimir Urin hat damit begonnen, das Bolschoi-Theater zu erneuern. Doch die Richtung ist noch völlig offen

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Wie kann sich ein Intendant in Putins Russland profilieren? Wie muss er sich verhalten? Valery Gergiev mit seinem unstillbaren Hunger nach Ausweitung seines Machtbereichs ist ein gutes Beispiel. Sich das Bolschoi-Theater zu angeln, ist dem Mariinsky-Chef nicht gelungen, stattdessen hat er jetzt ein Auge auf das Sankt Petersburger Konservatorium geworfen. Ein anderes ist der Generaldirektor des Mikhailovsky-Theaters, Vladimir Kechman, der berüchtigte «Bananenkönig», der vor einigen Jahren das baufällige Gebäude mit eigenem Geld restaurieren ließ und dem Haus rasch zu Erfolg verhalf.

In der vergangenen Spielzeit liefen vor allem «Eugen Onegin» und «Billy Budd» gut. Die dritte Produktion, «Der fliegende Holländer», sollte ursprünglich Vera Nemirova inszenieren. Ihr Name verschwand, aus welchen Gründen auch immer, aus der Besetzungsliste; Vassily Barkhatov übernahm. Mit sicherem Riecher machte Kechman den dreißigjährigen Regisseur gleich nach der Premiere zum Künstlerischen Direktor. Barkhatov hat nicht nur am Mariinsky- und Bolschoi-Theater inszeniert, er ist in Russland vor allem als Fernseh­moderator bekannt. Außerdem ist Barkhatov Mitglied der Gesellschaftskammer, einer ...

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Opernwelt Februar 2014
Rubrik: Magazin, Seite 86
von Alexej Parin

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