Versenkt

Edinburgh/London, McRae: The Assassin tree

Opernwelt - Logo

Für die letzte Saison, die er als Künstlerischer Leiter des Edinburgh Festivals verantwortete, hatte Sir Brian McMaster bei einem jungen schottischen Komponisten mit rapide wachsendem Ruf ein neues Stück in Auftrag gegeben und das Royal Opera House in London als Partner gewonnen. Stuart MacRae, 1976 in Inverness geboren, wurde mit einigen Instrumentalwerken bekannt, unter denen das im Rahmen der BBC Proms 2001 in London uraufgeführte Violinkonzert fraglos die stärkste Beachtung fand. Nun schrieb MacRae also seine erste Oper.


Sein Librettist, der 1963 in Huddersfield geborene englische Lyriker und Romancier Simon Armitage, kann auf zahlreiche Veröffentlichungen verweisen und genießt gleichfalls hohes Ansehen. Für ihr Bühnenwerk griffen die beiden auf Motive der griechischen Mythologie zurück, genauer: auf eine Episode aus Sir James Frazers Buch «The Golden Bough», einer klassischen Studie über Mythos und Religion. Heraus kam dabei «The Assassin Tree», ein Dreiakter von einer guten Stunde Dauer. Die Uraufführung fand im Royal Lyceum Theatre in Edinburgh statt, anschließend war die Produktion im Londoner Linbury Studio Theatre zu sehen, der Nebenspielstätte des Royal Opera House.
Es ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt November 2006
Rubrik: Panorama, Seite 44
von George Hall

Vergriffen
Weitere Beiträge
Vom Hudson River an die Salzach

Totgesagte leben länger: Samuel Barbers oft geschmähte Oper «Vanessa» erscheint ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung nicht nur verstärkt auf Spielplänen, sie ist innerhalb weniger Jahre auch in drei verschiedenen CD-Produktionen herausgekommen. Zur klassischen Met-Aufnahme von Dimitri Mitropoulos gesellten sich letzthin Einspie­lungen aus der Ukraine (Gil...

Dänisches Musiktheater

Der zweiaktige Feldzug wider das moderne Zeitalter hat Strauss’sches Format. Gewaltig schmetterndes Blech, wogende Streicher, dräuendes Orgelpathos. Als sich der dänische Komponist Rued Langgaard (1893-1952) drei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs daran machte, der von Gott abgefallenen Menschheit mit einer Kirchen­oper die Leviten zu lesen, verfolgte er vor...

Die Macht der Leere

Eine klare Sache, dieser «Boccanegra». Durch konsequente Weglassung historischer Staffage gelingt es Benedikt Borrmann, Verdis lange vernachlässigter Oper zu einem nachvollziehbaren Bühnenleben zu verhelfen. Hafentrubel, Korsarenromantik, Renaissanceopulenz hätten bei dem Versuch, den Konstellationen zwischen den unglücklichen Personen auf den Grund zu gehen, nur...