Überlebenskünstler

Das Rossini Opera Festival in Pesaro zwischen Forschung, Ausbildung und großem Theater

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Mit 37 Jahren kommt ein Festival langsam in die Jahre, aber dem Rossini Opera Festival gelingt es immer wieder, sich neu zu erfinden. Und das bei schrumpfenden Finanzen (das Budget heute: fünf Millionen Euro; vor wenigen Jahren waren es noch sieben Millionen). Die Bilanzen stimmen trotzdem in Pesaro. Hier ­treten auch gefragte Solisten für geringe Gagen auf – weil man ihnen eine Bühne bietet, auf der sie sich vor internationalem Publikum (rund zwei Drittel der Besucher kommen aus dem Ausland) und der Weltpresse in routinefreiem Ambiente präsentieren können.

Koproduktionen senken die Kosten. Die aktuelle «Donna del lago» etwa stemmte man gemeinsam mit der Oper Liège, «Turco in Italia» mit dem Palau de les Arts in Valencia. Gianfranco Mariotti (83), Gründer und Intendant des Festivals, erzählt mit Stolz, dass alle Arbeiten in die Stadt und ins Umland vergeben werden. Das Publikum strömt zahlreich wie nie zuvor. In diesem Jahr wurden für die Veranstaltungen zwischen dem 8. und 20. August mehr als 17 000 Karten verkauft.

Zu den Pfunden des Festivals gehört die Accademia, ein Studio für Belcanto-Gesang. Geleitet wird sie nach wie vor von dem charismatischen Alberto Zedda (88), der ...

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Opernwelt November 2016
Rubrik: Magazin, Seite 82
von Henning Klüver

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