Troll mit Trolley

Britten: Ein Sommernachtstraum Hannover / Opernhaus

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Nicht schon wieder, möchte man auf den ersten Blick sagen. Nicht schon wieder dem Theater beim Erschaffen der Illusion zusehen müssen. Nicht schon wieder diese Versuchsanordnung zum Thema «Wie fülle ich eine leere Bühne». Aber erstens passt zu einer Oper nach Shakespeare diese elisabethanische Purheit. Zweitens hat Regisseur Michiel Dijkema an diesem Hause schon mit seiner bildermächtigen Inszenierung von Florian Gassmanns «L’opera seria» gezeigt, dass er als Bühnenzauberer ein paar wirkungsvolle Tricks auf ­Lager hat.

Und drittens malt in Brittens «Sommernachtstraum» die Musik ihre ganz eigenen Bilder.

Und da kann Hannovers Generalmusikdirektorin Karen Kamensek (die gerade angekündigt hat, ihren im nächsten Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen) deutliche Akzente setzen. Auch wenn das Raunen und Fragen des knappen Vorspiels noch ein bisschen geheimnisarm tönt: Das Niedersächsische Staatsorchester findet unter ihrer Leitung zu kammermusikalischer Präzision und Klarheit. Zudem arbeitet Kamensek im dritten Akt den musikalischen Witz der Handwerkerposse pointiert heraus.

Aus dem Weber, dem Schneider und dem Kesselflicker sind in Hannover Bauarbeiter geworden, die mit ...

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Opernwelt Mai 2014
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Rainer Wagner

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