Traumrolle Lohengrin
Herr Castronovo, Sie waren an der Bayerischen Staatsoper der Partner Edita Gruberovas in ihrer letzten Opernvorstellung. Eine Situation, in die man als Tenor nicht sehr häufig kommt.
Das stimmt! Eine außergewöhnliche Erfahrung. Zu Beginn dieser Serie von «Roberto Devereux» war noch nicht hundertprozentig klar, ob es wirklich ihre letzte Vorstellung sein würde. 51 Jahre auf der Bühne, was für eine Ära! Ich weiß nicht, ob heutzutage so etwas noch möglich wäre. Edita Gruberova war unglaublich zuvorkommend und absolut undivenhaft.
Auch als meine Frau, die Sängerin Ekaterina Siurina, eine ganze Liste an technischen Fragen hatte. Da Edita Gruberova keinen Unterricht gibt, war ich der Überbringer. Die Antworten habe ich dann an meine Frau weitergeleitet. Eine seltsame Situation. Mir wurde auch gesagt, dass Edita häufig unzufrieden ist mit ihren Tenören. Da gerät man natürlich ins Nachdenken. Intendant Nikolaus Bachler hat mir aber nach den Vorstellungen gleich mehrfach versichert, wie zufrieden sie war. Glück gehabt.
Sie singen in München mit dem Admète Ihre erste Gluck-Partie. Mussten Sie Ihre Stimme dafür verändern?
Ich habe selten Musik der Vorklassik gesungen. Mozart dagegen sehr ...
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Opernwelt September/Oktober 2019
Rubrik: Interview, Seite 68
von Markus Thiel
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