Tapfere Treffen

Wie sich Jugend-Festivals in Bayreuth um den musikalischen Nachwuchs kümmern

Opernwelt - Logo

Natürlich gehört die Stadt Bayreuth zu den öffentlichen Geldgebern, die das Wagner’sche Sommertheater auf dem Grünen Hügel unterstützen. Es geht ums Renommee und um jenen Hauch von Weltläufigkeit, von dem man in Oberfranken ein ganzes Jahr zehrt – bis die Fanfaren zu den nächsten Festspielen blasen. Ein Opernensemble oder ein Profiorchester, das von September bis Juli spielt, leistet sich die Stadt nicht. Für musikalische Grundversorgung im Winter sorgen teils öffentlich, teil privat finanzierte Gastspiele.

Es kann passieren, dass Christine Schäfer oder Gustavo Dudamel bei Konzerten auftauchen. Was die Oper betrifft, sorgte in finanziell entspannteren Jahren eine «Fränkische Fest­woche» für überregionales Niveau. Da reiste Wolfgang Sawallisch mit der ers­ten Garde der Bayerischen Staatsoper an, um «Così fan tutte» aufzuführen. Später war es das Theater am Gärtnerplatz, das gastierte. Im Jahr 2007 kommt «Così fan tutte» von der Bayerischen Theaterakademie. Es ist also eine Studentenaufführung, die unter dem Etikett der «Fränkischen Festwoche» firmiert. Über ihre Qualität besagt das nichts, wohl aber etwas über den Zustand der städtischen Kassen. Kein Wunder, dass die Ausschreibung ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juni 2007
Rubrik: Magazin, Seite 22
von Stephan Mösch

Vergriffen
Weitere Beiträge
Wagner-Voodoo

Kein Zweifel: Der auf den Wassern der Erde umherirrende Fliegende Holländer muss unweit der südamerikanischen Küstenstadt Belem auch in das größte Stromgebiet der Welt eingelaufen sein und, immer westwärts, den Urwald erreicht haben, um sich dort, mitten im brasilianischen Dschungel, in Manaus, der Stadt am Zusammenfluss von Rio Negro und Rio Solimões, mit den...

Korngold: Die tote Stadt

Drei wichtige Aufführungen von Korngolds «Toter Stadt» in jüngerer Zeit: Zü­rich 2003, Berlin 2004, Salzburg, ebenfalls 2004. Man kann das als Repertoire-Bestätigung für eine Oper werten, die nach ihrer als sensationell empfundenen Doppeluraufführung (1920) von neuer Sachlichkeit lange in die Ecke gedrückt wurde. Die bis heute kritisierte Holly­wood-Karriere des...

Auf der Totenmaske

Stolze vier Uraufführungen stemmt das Stadttheater Fürth zum 1000-jährigen Stadtjubiläum. Mit der Wirtschaftswunderrevue «Petticoat & Schickedance» gelang ein großer Publikumserfolg, jetzt folgte mit dem zweiten Auftragswerk «Aus der Welt» eine anspruchsvollere Kammeroper, die beifällig aufgenommen wurde. Was zum einen an der gar nicht neutönerischen, sondern...