Porträt im Spiegel
Faustina Bordoni, verheiratete Hasse (1697-1781) war die erste Primadonna der Operngeschichte, noch vor ihrer Kollegin und Rivalin Francesca Cuzzoni; im Charakter wohl angenehmer und weniger launenhaft als jene, die Händel wegen ihrer Kapricen einmal beinahe aus dem Fenster geschmissen hätte.
Doch wie hat die Bordoni geklungen? Der Flötist Johann Joachim Quantz, der sie 1727 in Händels Admeto in London hörte, berichtet: «Faustina hatte eine zwar nicht allzu helle, doch aber durchdringende Mezzosopranstimme, die sich damals vom ungestrichenen b nicht viel über das zwey gestrichene g erstreckte, nach der Zeit aber sich noch mit ein paar Tönen in der Tiefe vermehret hat.» Ihre Persönlichkeit spiegelt sich deutlich in den Arien, die Händel und danach ihr Gemahl (ab 1730) Johann Adolf Hasse für sie schrieben. In diesen Spiegel blickt Vivica Genaux in ihrer Hommage an Faustina Bordoni. Sensibel begleitet von der Capella Gabetta singt die Mezzosopranistin aus Alaska virtuos, zieht ein Koloraturfeuerwerk ab und vermag zugleich sehr zu berühren, vor allem in der letzten, von Hasse seiner Gattin ins Grab nachgereichten Arie Ah! Che mancar mi sento. Ihre Technik – das Singen «gegen die ...
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Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 21
von Gerhard Persché
Elsa gibt es zweimal, Gottfried dreimal. Oder womöglich gar viermal? Erträumt sich die junge Herzogin von Brabant ihren Bruder ebenso wie ihren Ritter – als Retter aus der Erziehungshölle? Claus Guth stellt in seinem Lohengrin an der Mailänder Scala Wagners Werk von den Füßen auf den Kopf. Das kalkulierte, das rationale Böse, so seine Grundannahme, ist doch in...
Ganz schön krass, diese Früchtchen. Berliner Gewächse, allesamt. Kess, ein bisschen vorlaut, selbstbewusst. Prinzessinnen aus der Kiste. «Komische Orange» steht auf der einen, «Staatsorange» auf der zweiten, «Deutsche Orange» auf der dritten. Kichern erwünscht. Robert Carsen hat an der Deutschen Oper Prokofjews absurdes, surrealistisch überdrehtes...
arte
1./7./13./19./25.2. – 6.00 Uhr (1)
24.2. – 23.35 Uhr (2)
Gustavo Dudamel dirigiert
1. Brahms: 3. Symphonie.
2. Berlioz: Symphonie Fantastique. Orchestre Philharmonique de Radio France.
2.2. – 5.15 Uhr (4)
9.12. – 5.15 Uhr (5)
Der Kreuzchor.
Dokumentation von Jana von Rautenberg über den berühmten Knabenchor.
3.2. – 14.00 Uhr
Französische und spanische Musik.
Live von...
